Werkspilot Cal Crutchlow lobt das Bremsverhalten seiner Desmosedici

MotoGP 2014

— 05.02.2014

Crutchlow macht sich Sorgen um die Reifen

Bridgestones harter Hinterreifen harmoniert überhaupt nicht mit der launischen Desmosedici - Cal Crutchlow benötigt mehr Zeit für die Umstellung

Im Vergleich zum Vortag kam Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow dank der besseren Bedingungen deutlich näher an die Spitze heran. Mit 1,470 Sekunden Rückstand sortierte sich der Brite direkt hinter Teamkollege Andrea Dovizioso auf Position zwölf ein. "Gestern fühlte ich mich nicht richtig wohl. Wir testeten heute den kompletten Tag mit der GP14 und haben Setups probiert. Dazu fehlte uns gestern die Zeit. Heute lief es besser. Der Rückstand war nicht so groß wie gestern. Ich bin deutlich zufriedener", fasst er zusammen.

Ducati konzentriert sich auf die GP14. Die erwarteten Tests mit der Einheitssoftware absolvieren die Italiener nicht. "Das Einlenkverhalten ist besser. Das darf man als Erfolg werten. Das Heck fühlt sich recht ähnlich an. Wir müssen versuchen, die Leistungsentfaltung durch die Elektronik sanfter zu gestalten", schildert Crutchlow und lobt die Bremse der Ducati: "Das Bremsverhalten ist besser als bei dem Motorrad, mit dem ich vorher fuhr."

Im Vergleich zur GP13 wurde die Ergonomie verbessert: "Das neue Motorrad ist im Tankbereich kompakter. Das ist für mich angenehmer, weil ich kurze Beine habe", lobt Crutchlow. "In den Bremszonen und am Kurveneingang konnten wir uns im Vergleich zu gestern steigern. Das liegt aber auch am gesteigerten Vertrauen. Das Motorrad unterscheidet sich von dem Motorrad, das ich vorher fuhr, und fordert einen anderen Fahrstil. Wir suchen nach mehr Haftung am Hinterrad."

"Wir haben viele verschiedene Setups probiert. Es ist schwierig, das auf dieser Strecke richtig auszuwerten, weil sich die Bedingungen von Runde zu Runde ändern. Alle 30 Minuten ändert es sich. Wenn man eine Änderung vornimmt, benötigen die Mechaniker dafür 15 Minuten. Von zehn bis elf Uhr war das Motorrad gut. Doch danach wurde es schlechter", erklärt der ehemalige Yamaha-Pilot.

Die Reifen könnten Ducati in der neuen Saison Probleme bereiten. Bridgestone präsentierte in Sepang neue Hinterreifen. Besonders die harte Mischung kam bei den anderen Piloten gut an. "Ich hatte ein Problem mit einem der bekannten Reifen. Wir konnten nicht das testen, was wir testen wollten. Ich probierte die harte Variante für eine Runde, doch dieser funktionierte überhaupt nicht mit der Ducati. Ich fuhr ihn, als es recht warm war", bedauert Crutchlow.

Für die Umstellung von der gutmütigen Yamaha M1 auf die aggressive Ducati Desmosedici fordert der Brite mehr Zeit: "Es ist schwierig, wenn man an der Spitze fuhr und konkurrenzfähig war, seinen Fahrstil umzustellen. Es ist ein komplett anderes Motorrad. Ich kann es nicht ansatzweise so fahren wie die Yamaha. Einige sagen, dass es gut ist, wenn man dieses Motorrad aggressiver bewegt. Das trifft teilweise zu, doch vieles hängt vom Vertrauen ab. Schritt für Schritt muss ich mich an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. Es ist schwierig, sich anzupassen. Jeder Fahrer hat eine gewisse Zeit dafür benötigt. Ich liege nicht so weit hinter den anderen Ducatis. Das ist positiv."

Fotoquelle: Ducati

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