FTR-Yamaha-Pilot Aleix Espargaro hat offensichtlich alles richtig gemacht

MotoGP 2014

— 05.02.2014

Aleix Espargaro erhält die Bestätigung für seinen Wechsel

Der riskante Wechsel von Aspar zu Forward hat sich ausgezahlt: Während die Kunden-Hondas enttäuschen, ärgert Espargaro die Yamaha-Werkspiloten

Nach einer starken Vorstellung am ersten Testtag in Sepang konnte Forward-Pilot Aleix Espargaro am Mittwoch noch einen draufpacken: Mit lediglich 0,621 Sekunden Rückstand belegte der Spanier in der Zeitenliste den fünften Platz - noch vor Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo. Damit war der FTR-Yamaha-Pilot mit Abstand bester Open-Pilot. Die Kunden-Hondas konnten bisher nicht mithalten und leiden unter mangelnder Leistung. Im Vergleich zu den Yamaha-Leasing-Motoren hat Honda bei der Performance offensichtlich zu große Abstriche gemacht. Der Verzicht auf die pneumatischen Ventile kostet mehr Leistung als erwartet.

"Ich bin sehr froh. Gestern war ich sehr erfreut über die Rundenzeit. Doch manchmal fährt man eine schnelle Runde und kann diese später nicht bestätigen. Das war mit der Aprilia im ersten Jahr der Fall. Ich hatte damals stark zu kämpfen", erinnert sich Espargaro. "Sicher ist es nicht einfach, solche Rundenzeiten zu fahren. Wir haben sehr gut gearbeitet. Wir haben beim Chassis und der Elektronik viele Dinge getestet."

"Morgen wird ein wichtiger Tag. Ich werde am Vormittag eine Renndistanz simulieren. Die letzten sieben Rennrunden werden sicher schwierig, weil dann die Elektronik eine wichtige Rolle spielt. Wir verfügen nicht über die Elektronik, die die richtigen Prototypen haben. Im ersten Teil des Rennens sollten wir aber stark sein, doch im zweiten Teil werden wir sicher leiden. Dafür haben wir mehr Benzin als die Prototypen", grübelt der Forward-Pilot. "Wir werden sehen, wie es sich auswirken wird. Ich denke, es läuft besser als erwartet."

Auf eine Runde profitiert Espargaro von den weicheren Reifen. "Wir haben heute vier oder fünf verschiedene Reifen probiert. Bridgestone hat neue Reifen mitgebracht", erklärt er und outet sich als Fan der weicheren Mischungen. Doch was ist in der neuen Saison möglich? Gelingt der eine oder andere Erfolg? "Cal (Crutchlow; Anm. d. Red.) bewies im Vorjahr, dass dieses Motorrad gut genug für das Podium ist. Wir werden es probieren", gibt sich Espargaro kämpferisch.

Für den Wechsel zu Forward wurde der ehemalige ART-Pilot kritisiert. "Es war nicht einfach, Aspar zu verlassen, weil sie mir viel ermöglichten. Die zwei Jahre bei Aspar haben mir dabei geholfen, meinen Stil zu verbessern. Es war nicht nur ein Team für mich sondern viel mehr eine Familie. Ich habe noch viele Freunde dort. Als unser Motorrad beim Nachsaisontest noch nicht fertig war und die schön anzusehende Honda in der Aspar-Box stand, grübelte ich, ob es ein Fehler war", gesteht er.

Doch die Performance der FTR-Yamaha bestätigt Espargaros Entscheidung: "Ich habe allein für die Elektronik vier Ingenieure. Es ist sehr professionell. Yamaha ist stark involviert. Die Zeit wird zeigen, ob ich einen Fehler gemacht habe oder nicht. Sicher sind wir noch nicht auf dem Niveau der Spitze. Aber es ist das beste Motorrad, das ich je fuhr. Colin (Edwards) fuhr bereits die Yamaha-Werksmaschine und kennt die Unterschiede. Ich weiß nicht, ob ich mit der Werksmaschine schneller wäre. Es ist aber sehr wichtig für mich, weniger als eine Zehntelsekunde hinter Valentino (Rossi) zu sein und Jorge hinter mir gelassen zu haben. Das Motorrad hat sehr viel Potenzial."

Fotoquelle: FGlaenzel

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