Cal Crutchlow erzielte während des Tests Fortschritte mit der Ducati GP14

MotoGP 2014

— 06.02.2014

Crutchlow zufrieden: Jeden Tag Fortschritte

Cal Crutchlow war zwar auch am Schlusstag des Sepang-Tests deutlich langsamer als sein Teamkollege, erkennt aber Fortschritte bei Ducati

Auch am dritten Tag des MotoGP-Tests in Sepang ging das interne Duell im Werksteam von Ducati klar zu Gunsten von Andrea Dovizioso aus. Neuzugang Cal Crutchlow war am Donnerstag fast sieben Zehntelsekunden langsamer als sein Teamkollege und belegte nach 58 Runden mit einem Rückstand von 1,524 Sekunden auf Weltmeister Marc Marquez (Honda) Rang zwölf. Dennoch zieht Crutchlow ein positives Fazit.

"Ich bin zufrieden. Ich bin zwar ein Stück weit hinter Dovi, aber insgesamt waren wir recht konstant und deutlich schneller als gestern", sagt der Brite, der seine schnellste Runde in der Mittagshitze fuhr. "Da war es 15 Grad heißer als zum dem Zeitpunkt, an dem die anderen ihre schnellste Runde gefahren haben. Wäre sie mir dann gelungen, wäre ich in etwa da, wo Andrea lag", so Crutchlow. "Über die Rundenzeit bin ich nicht besorgt."

Am Nachmittag wurde der 28-Jährige mehrfach von technischen Schwierigkeiten aufgehalten. "Wir hatten viele kleine Probleme, mit den Reifen, mit den Bremsen. Laut dumme Sachen. Daher konnte ich am Nachmittag nicht mal ansatzweise das machen, was wir uns vorgenommen hatten", sagt Crutchlow.

Nicht viel langsamer als vor einem Jahr

Nach den drei Tagen auf der neuen GP14 ist der Brite von den Ergebnissen des Tests trotz des noch deutlichen Rückstands auf die Spitze insgesamt zufrieden. "Meine durchschnittliche Rundenzeit war heute nicht weit entfernt von der, die ich im vergangenen Jahr auf einem anderen Motorrad gefahren bin", sagt er. "Dovi hat gezeigt, welche Rundenzeit mit diesem Motorrad möglich ist. Wir hatten nicht drei fantastische Tage, aber wir hatten drei Tage, an denen wir uns gesteigert haben. Das ist immer ermutigend."

Im Vergleich zum Vorgängermodell sei die neue GP14 klar ein Schritt nach vorne. "Wir haben einiges am Motorrad gefunden, wodurch ich etwas mehr ans Limit gehen kann. Das Limit scheint deutlich über dem der GP13 zu liegen", so Crutchlow. "Ich habe das Motorrad zweimal weggeworfen, einmal hier und einmal beim ersten Test. Damals aber bei deutlich weniger Bremsdruck und geringerer Schräglage", so der 28-Jährige über seinen Sturz beim Test im November in Valencia. "Es scheint also immer besser zu werden."

Besser heißt in diesem Fall aber noch lange nicht gut. Vor Ducati und Crutchlow liegt noch eine Menge Arbeit. "Wir haben immer noch eine Reihe von Problemen und müssen vieles verbessern. Wir möchten den Grip steigern und Wheelie (-Kontrolle, Anm. d. Red.) verbessern. Wir haben auch eine Menge Vibrationen", so der Brite. "Das können wir aber nicht hier beheben. Dazu benötigen wir neue Teile und Zeit."

Keine Rennsimulationen

Nachdem die Entwicklung der GP14 noch ganz am Anfang steht, konzentrierten sich Crutchlow und Ducati in Sepang auf kürzerer Versuche. "Wir sind noch weit von einer Rennsimulation entfernt. Das ist noch nicht sinnvoll. Wir können nichts gewinnen, wenn wir derzeit eine Rennsimulation machen." Das liegt auch am Fahrer, der nach der Winterpause erst wieder in Schwung kommen muss.

"Das einzige Training, das ich während des Winters betrieben habe, war Radfahren. Ich bin nicht Motocross oder so etwas gefahren, denn ich finde es ist wichtig, einige Zeit von Motorrad wegzukommen", so Crutchlow. "Dieser Test ist dafür da, wieder in Schwung zu kommen und das Fahren wieder zu lernen."

Fotoquelle: Ducati

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