Marc Marquez setzte gleich beim ersten Test in Sepang ein großes Ausrufezeichen

MotoGP 2014

— 07.02.2014

Marquez: "Wollen von Beginn an konkurrenzfähig sein"

Marc Marquez blickt zurück auf den ersten MotoGP-Test in Sepang und verrät, warum er auch in der Winterpause nicht abschalten konnte

Drei Bestzeiten an drei Tagen, dazu den Rundenrekord von Casey Stoner verbessert: Marc Marquez meldete sich beim ersten Test der MotoGP-Saison 2014 in Sepang eindrucksvoll aus der Winterpause zurück und machte gleich zu Beginn des Rennjahres klar, dass er auch in dieser Saison der Fahrer sein wird, den es zu schlagen gilt. Im Interview blickt der Spanier auf den Test zurück und spricht über seine Erwartungen für die Saison. Außerdem berichtet der 20-Jährige auch über seine Winterpause, in der kaum Zeit hatte, um die Füße hochzulegen.

Frage: "Marc, du hast in diesem Winter keine Pause gemacht. Kannst du das Rennfahren nicht sein lassen?"
Marc Marquez: "Dieser Winter hatte zwei Hälften. Die erste war den Feiern und der Presse gewidmet, der zweite Teil hat mehr Spaß gemacht, als ich Dinge wie Dirt-Track-Rennen gemacht habe oder Autos oder Karts gefahren bin. Es ist immer gut, aktiv zu bleiben."

Frage: "Es sollte eigentlich eine Pause sein, aber du bist einfach weiter Rennen gefahren."
Marquez: "Es gab für alles genügend Zeit. Über Weihnachten hatte ich sogar ein wenig Urlaub. Im Januar habe ich dann mit dem Training angefangen und hatte Spaß dabei. Vorher hatte ich dazu keine Gelegenheit."

Frage: "Im Dezember hast du einen Trainingstag zusammen mit Dani Pedrosa, Toni Bou und Takahisa Fujinami (zwei Trial-Fahrer, Anm. d. Red.) verbracht. Wie war diese Erfahrung?"
Marquez: "Sehr gut. Ich hatte das schon einmal probiert, allerdings vor langer Zeit, aber das war das erste richtige Trial-Training. Wir hatten eine Menge Spaß und haben viel gelacht, was wichtig ist. Jetzt habe ich diese Erfahrung auch einmal gemacht. Ich habe Geschmack daran gefunden und haben nun ein Trial-Motorrad in meiner Garage stehen, um gelegentlich damit zu trainieren."

Marquez ist ein Fan der neuen Bridgestone-Reifen

Frage: "Hast du seitdem noch einmal Trial trainiert?"
Marquez: "Einmal - zu mehr hatte ich keine Zeit. Aber zum Spaß werde ich das zusammen mit meinem Bruder von Zeit zu Zeit machen."

Frage: "Wie geht es deinem Körper nach diesen drei Tagen? Ich sehe, dass deine Hand aufgerissen ist."
Marquez: "Mir geht es recht gut. Es ist normal, dass meine Hand nach dem ersten Test so aussieht, aber ehrlich gesagt fühle ich mich recht gut. Es ging von Tag zu Tag besser. Am ersten Tag fühlte ich mich etwas schwach, denn ich hatte mich gerade erst von einer Erkältung erholt und war etwas müde. Da war ich nicht in bester Verfassung, aber während des Tests ging es jeden Tag besser. Wir machten auch eine Rennsimulation, die gut lief. Ich muss weiter an mir arbeiten und meine Form verbessern, aber letztendlich findet das beste Training auf dem Motorrad statt."

Frage: "Welche Schlüsse hast du aus der Rennsimulation gezogen?"
Marquez: "Wir haben festgestellt, dass wir uns in den Kurven und am Kurvenausgang verbessern können. Wir haben auch die neuen Bridgestone-Reifen ausprobiert, was sehr positiv war. Sie haben sehr gut funktioniert, ich mag sie. Sie sind ähnlich wie die vorherigen, aber die neuen haben guten Grip und sind vom Start bis ins Ziel sehr konstant."

Frage: "Ist Honda trotz des um einen Liter reduzierten Benzinlimits genau so konkurrenzfähig wie im vergangenen Jahr?"
Marquez: "Ja, momentan haben wir keine Probleme mit dem Benzinverbrauch. Vielleicht wird das auf einigen Strecken der Fall sein, aber derzeit ist in dieser Beziehung alles okay. Durch die Veränderung mussten wir das Motorrad neu ausbalancieren, denn es ist nicht genau wie vorher, es gibt einige kleine Unterschiede."

Frage: "Wie unterscheidet sich der Marc Marquez von heute von demjenigen vor einem Jahr?"
Marquez: "Ich habe mehr Erfahrung, und das sowohl auf als auch neben der Strecke. Ich erinnere mich, dass ich im vergangenen Jahr in jeder Runde am Limit war. Das ist in diesem Jahr anders. Beim ausprobieren neuer Sachen finde ich schneller den richtigen Weg heraus. Das ist wichtig für Honda."

Wiedersehen mit alten Moto2-Rivalen

Frage: "Was erwartest du von der Saison 2014?"
Marquez: "In diesem Jahr müssen wir uns zunächst auf die Vorsaison konzentrieren. Wenn die Saison beginnt, wollen wir von Beginn an konkurrenzfähig sein und wieder um den Titel kämpfen."

Frage: "Hast du beim Test große Veränderungen vorgenommen, um herauszufinden, was besser funktioniert?"
Marquez: "Das kommt darauf an. Zunächst haben wir auf Grundlage der Informationen, die wir vom 2013er-Motorrad hatten überprüft, ob unsere Basis-Abstimmung gut ist. Aber ja, manchmal ist es besser große Veränderungen vorzunehmen, um zu sehen, ob sie besser oder schlechter sind. Bei kleineren Änderungen bleiben immer Zweifel."

Frage: "Verbesserungspotenzial besteht bei seinen Starts. Hast du die auch trainiert?"
Marquez: "Ja, ich habe einige Übungsstarts gemacht und habe mich dabei ein wenig gesteigert. Es hier ohne Lärm zu machen ist aber eine Sache, im Rennen eine andere."

Frage: "In diesem Jahr sind einige deiner alten Moto2-Rivalen mit dir zusammen auf der Strecke. Wie gefällt dir das?"
Marquez: "Recht gut. Abhängig von den Leistungen in der Moto2 kann man seine Erwartungen formulieren. Ich hatte erwartet, dass Pol (Espargaro, Anm. d. Red.) schnell sein wird, und er hat sich hier in Malaysia bei seinem ersten Test mit dem MotoGP-Motorrad gut geschlagen. Redding sieht auf der Honda recht groß aus. In der MotoGP geht es darum, wie man ins Ziel kommt und nicht wie man startet, und ich denke, dass beide während der Vorsaison und inder Saison Fortschritte machen werden. Pol wird mit dem Werksmotorrad in diesem Jahr an der Spitze auftauchen."

Frage: "Spürst du mehr Druck, nachdem du nun die Meisterschaft gewonnen hast?"
Marquez: "Es ist anders. Vor einem Jahr war ich bei diesem Test sehr nervös und hatte größere Zweifel. Jetzt bin ich entspannter, aber es ist auch nur der erste Test im Februar. Wenn die Rennen beginnen, wird es anders sein. Dann wird es mehr Druck geben, aber unter diesen Umständen arbeite ich gut. Wenn ich Vierter, Fünfter oder Sechster werde, werden die Leute sagen, das sei eine Katastrophe. Selbst wenn ich Zweiter werde, werden sie sagen, dass ich hätte besser sein können. Im vergangenen Jahr hatte ich den Vorteil, dass jedes Resultat gut war."

Fotoquelle: Repsol

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