Open-Pilot Aleix Espargaro war schneller als die beiden Tech-3-Piloten

MotoGP 2014

— 07.02.2014

Rossi & Lorenzo analysieren Aleix Espargaros Rundenzeiten

Überraschung: Die Yamaha-Werkspiloten sind beim Kräftemessen in Sepang nur minimal schneller als Aleix Espargaro mit seiner Open-Yamaha

Forward-Pilot Aleix Espargaro war die Überraschung beim ersten Sepang-Test. Der Spanier verpasste die Bestzeit von Marc Marquez um weniger als eine halbe Sekunde und folgte direkt hinter den beiden Yamaha-Werkspiloten auf Position vier. Damit war der FTR-Yamaha-Pilot mit Abstand bester Open-Vertreter und ließ die Kunden-Hondas alt aussehen. Die Kunden-Yamaha harmoniert deutlich besser mit der Einheits-Software als die RCV1000R.

"Es ist ziemlich beeindruckend, dass das Motorrad so schnell ist. Doch es ist nicht nur das Motorrad", analysiert Valentino Rossi, der vor allem den Fahrer für die erstaunlichen Rundenzeiten verantwortlich macht: "Espargaro gewann in seiner Karriere nicht allzu viel, doch im vergangenen Jahr steigerte er sich extrem. Er lieferte mit der Aprilia starke Leistungen ab. Nun scheint es, als ob er in der MotoGP das Limit erreicht hat."

"Ich bin gleichzeitig etwas besorgt, weil Yamaha offensichtlich zu gute Motorräder abgegeben hat (lacht; Anm. d. Red.)", scherzt Rossi, der vor zu schnellen Schlüssen warnt: "Es ist noch sehr zeitig. Wir müssen noch abwarten, wie es bei einer Rennsimulation aussieht. Ich denke, dass der weichere Reifen auf eine Runde sehr viel ausmacht. Auch die 24 Liter sind eine Hilfe." Espargaro gestand, dass er sich für die Rennen Sorgen macht, da die Open-Yamaha durch die Einheitselektronik die Reifen stärker belastet. Doch auf eine Runde ist der Spanier eine Gefahr für alle Prototypen.

"Ich denke, dass Fahrer mit Prototypen im Qualifying hinter zwei oder drei Open-Bikes liegen können, wenn sie keine perfekte Runde erwischen. Das würde die Aufgabe erschweren", grübelt Rossi. Im vergangenen Jahr kritisierte der Italiener die Bedeutung der Elektronik in der MotoGP und äußerte sich kritisch zum Spritlimit. Rossi gehört zu den größten Fahrern der Serie und verbraucht dadurch mehr Benzin als kleine Piloten. "Mehr Sprit und weniger Elektronik wären positiv für alle Fahrer", so Rossi.

Teamkollege Jorge Lorenzo war in Sepang nur 132 Tausendstelsekunden schneller als Espargaro. "Er hat in etwa das gleiche Chassis, muss aber auf das Seamless-Getriebe verzichten. In den vergangenen Jahren hat er sich stark gesteigert. Er kann weichere Reifen verwenden, die sicher eine halbe Sekunde oder sechs Zehntelsekunden ausmachen. Aber Aleix scheint stark zu sein, da Colin (Edwards) nicht mithalten kann", bewertet Lorenzo die Vorstellung von Landsmann Espargaro.

Fotoquelle: ForwardRacingGP

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