Carmelo Ezpeleta glaubt fest an eine Einigung mit Honda

MotoGP 2014

— 08.02.2014

Ezpeleta glaubt nicht an Honda-Abgang: "Werden uns einigen"

Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta glaubt, dass man sich mit Honda wegen der Einheits-ECU noch einigen kann und hält den Schritt dahin für absolut nötig

Mit einer Standardelektronik (ECU) ab 2017 will die MotoGP die Kosten für potenzielle Neueinsteiger senken, doch man muss aufpassen, dass man dadurch nicht die bereits eingeschriebenen Hersteller vertreibt. HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto hatte nämlich Ende vergangenen Jahres angekündigt, dass sich Honda mit 99 prozentiger Sicherheit zurückziehen werde, sollte die Einheits-ECU irgendwann für alle eingeführt werden.

Doch MotoGP-Boss Carmelo Ezpeleta glaubt nicht, dass sich die Japaner von einer solchen Entscheidung vertreiben lassen werden und sieht eine Einigung mit HRC als wahrscheinlich an: "Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich ein gutes Verhältnis zu Shuhei Nakamoto habe", betont Ezpeleta gegenüber 'Motosprint'. "Seit 1992 habe ich viele HRC-Bosse getroffen und mit einigen habe ich mich besser verstanden, und mit anderen weniger. Nakamoto ist einer, mit dem ich mich am besten verstehe."

Der MotoGP-Boss ist der Ansicht, dass sich auf dieser Grundlage gute Gespräche führen lassen, die am Ende zu einem positiven Ergebnis führen: "Er sagt seine Meinung und ich erzähle meine, wir diskutieren, und dann versuchen wir eine gemeinsame Lösung zu finden. Ich bin sicher, dass wir eine Einigung erzielen werden", so der Dorna-Chef.

Von der geplanten Einführung abrücken, möchte er aber erst einmal nicht: "Die Hersteller müssen die wirtschaftliche Situation und unsere Bedürfnisse bezüglich des Spektakels, das wir produzieren und auf der ganzen Welt verkaufen, verstehen", mein Ezpeleta. Er weiß, dass das Potenzial der Elektronik keine Grenzen kennt, weder in ihrer Entwicklung noch in den Kosten. Um die Preisschraube niedrig zu halten, werde daher die Standard-ECU vorgeschrieben.

"Wenn wir das nicht beschränken würden, dann wäre es sehr unwahrscheinlich, dass ein Hersteller in die MotoGP kommt, weil man riesige Ressourcen benötigen würde, um mit Honda und Yamaha mitzuhalten", so der Spanier weiter. "Wenn wir wollen, dass Kawasaki zurückkommt und wenn wir BMW überzeugen wollen, dann können wir keine unüberwindliche Barriere vor ihnen aufbauen."

Aktuell fahren die neu geschaffenen "Open"-Motorräder, die die CRT-Bikes ersetzen, bereits mit einer Einheits-ECU und einer Einheitssoftware. "Factory"-Bikes sind noch mit eigens entwickelter Elektronik unterwegs. Ezpeleta ist schon jetzt ein großer Fan der Open-Bikes und sieht eine große Zukunft für die Klasse. Seiner Meinung nach seien die Bikes schon jetzt besser als die Werksmotorräder von vor drei Jahren.

Der Spanier würde es begrüßen, wenn sich auch Ducati und Suzuki in die neue Open-Klasse einbringen würden, weil die Einheits-ECU von Marelli schon bald besser sein werde als die Entwicklungen der beiden Hersteller. Zudem könnten beide dadurch viel Geld sparen. "Ich denke, die angebotene Philosophie ist nicht falsch", so Ezpeleta. "Wenn man viele Bikes auf einem mehr oder weniger gleichen Level hat, dann ist das Spektakel besser."

Fotoquelle: Honda

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