Nicky Hayden muss seinen Fahrstil noch an die Honda RCV1000R anpassen

MotoGP 2014

— 12.02.2014

Hayden sucht noch nach optimalem Fahrstil für die Honda

Ex-Champ Nicky Hayden zieht nach dem Test ein durchwachsenes Fazit und sieht sowohl bei der Honda RCV1000R als auch bei sich noch Verbesserungspotenzial

Vor dem Kräftemessen in Sepang waren die Erwartungen bei Nicky Hayden groß. Nach fünf schwierigen Jahren bei Ducati erhielt der US-Amerikaner bei Jorge Martinez eine neue Chance und kehrte zu Honda zurück. In der Saison 2006 gewann Hayden mit Honda die Fahrerwertung in der MotoGP. Auch wenn der MotoGP-Routinier erstmals auf Werksmaterial verzichten musste, rechneten viele Experten mit starken Leistungen. Doch beim Sepang-Test taten sich alle Kunden-Honda-Piloten schwer. Die neue RCV1000R liegt momentan noch weit zurück. Die von HRC angekündigten Unterschiede bei den Rundenzeiten waren in der Praxis nicht realisierbar.

Hayden bemängelte an allen drei Testtagen die fehlende Leistung des V4-Motors. Durch den Verzicht auf pneumatische Ventile und die entsprechend niedrigeren Drehzahlen hat der Motor der RCV1000R deutlich weniger Leistung als das RC213V-Triebwerk. Yamahas Kundenprogramm erwies sich in Sepang als konkurrenzfähiger. Forward-Pilot Aleix Espargaro war etwa eineinhalb Sekunden schneller als Hayden, der immerhin bester Open-Honda-Pilto war.

"Es war toll, nach dem Testverbot im Dezember und Januar wieder mit dem Team zusammenzuarbeiten. Leider waren wir in Sepang nicht so schnell wie erhofft. Wir lagen nach den drei Testtagen auf Position 14", bilanziert Hayden. "Das Handling des Motorrads war gut. Ich genoss das Fahren mit der Honda und die Arbeit mit dem Aspar-Team. Wir konnten die Elektronik deutlich verbessern - vor allem am Kurveneingang. Doch wir müssen mehr Top-Speed finden, um mit den Fahrern an der Spitze mitzuhalten."

Hayden freut sich bereits auf den zweiten Sepang-Test, der in zwei Wochen stattfinden wird. "Gut ist, dass wir wieder auf der gleichen Strecke fahren. Wir haben bereits ein Basis-Setup. Wir können also direkt mit umfassenden Änderungen loslegen", erklärt er. Doch nicht nur die RCV1000R muss noch optimiert werden. Auch bei sich selbst sieht Hayden noch viel Potenzial für bessere Rundenzeiten.

"Es ist wichtig für mich, die Daten auszuwerten und mir Zeit zu nehmen, über ein paar Dinge nachzudenken. Ich muss an meinem Fahrstil arbeiten, damit ich auf der Honda wieder schnell bin. Ich muss einige Gewohnheiten ablegen - vor allem beim Bremsen -, die ich aus meiner Ducati-Zeit mitgenommen habe", besättigt der Weltmeister der Saison 2006. Im Sommer wird Hayden 33 Jahre alt und gehört damit zu den ältesten Piloten im Feld.

Die drei Testtage haben dem ehemaligen Ducati-Werkspiloten dennoch nichts ausgemacht. Nach der Arbeit freut sich Hayden auf die Belohnung - in Form eines Abendessens: "Wenn ich tagsüber viel fahre, Daten sammle und die Performance des Motorrads mit meinem Teamkollegen analysiere, bin ich danach sehr hungrig. Normalerweise versuche ich, etwas Gesundes wie Fisch oder Hähnchen mit Gemüse zu essen. Das ist zumindest der Plan. Doch in der Regel nasche ich hier und da ein bisschen herum, bevor wir Abendessen gehen."

Fotoquelle: Honda

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