Nicky Hayden muss in dieser Saison mit einem Open-Motorrad vorlieb nehmen

MotoGP 2014

— 16.02.2014

Hayden kein Fan der Zweiklassen-Gesellschaft in der MotoGP

Prototypen und Open-Motorräder in einem Rennen? Aspar-Pilot Nicky Hayden wünscht sich einheitliche Regeln für die MotoGP

Nach vielen Jahren in den Werksteams von Honda und Ducati muss Nicky Hayden in dieser Saison in die zweite Reihe der MotoGP zurücktreten. Im Aspar-Team fährt der Weltmeister des Jahres 2006 eine der neuen Honda RCV1000R in der Open-Klasse. Doch nicht nur wegen der beim ersten Test in Sepang enttäuschenden Vorstellung des Production-Racers aus dem Hause Honda ist Hayden kein großer Fan der Zweiklassen-Gesellschaft in der MotoGP.

"Ehrlich gesagt mag ich es nicht, dass die beiden Motorräder, Open- und Werksmotorräder zusammen fahren. Ich würde es vorziehen, wenn alle auf technisch identischen Motorrädern unter den gleichen Regeln fahren", wird Hayden von 'GPOne.com' zitiert. Der US-Amerikaner sieht allerdings ein, dass diese Zweiteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage geschuldet ist. "Zwei verschiedene Regeln für eine Klasse könnten den normalen MotoGP-Fan ziemlich verwirren", befürchtet Hayden dennoch.

Mit der Open-Klasse, die in den vergangenen beiden Jahren CRT (Claiming-Rule-Team) genannt wurde, reagierte WM-Veranstalter Dorna auf die gesunkene Anzahl der Prototypen. In diesem Jahr dürfen die Open-Motorräder im Rennen 24 Liter tanken, während die Prototypen mit 20 Litern über die Runden kommen müssen. Darüber hinaus sind die Reifen der Kundenmotorräder weicher, allerdings ist die Technik aus Kostengründen weniger ausgefeilt.

Vor allem die Motorsteuerung ist wesentlich einfacher gestaltet, wie Hayden beim Test mit der RCV1000R feststellte. "Wir haben im Grunde nur noch eine Wheelie-Kontrolle. Wenn man sie also beispielsweise für Kurve zwei verändert, wirkt sich das auch auf Kurve acht aus. Man muss einen Kompromiss finden, der auf der gesamten Strecke funktioniert." Die Elektronik der Prototypen erlaubt hingegen, die Wheelie-Kontrolle für jede Kurve separat einzustellen.

Diese hochgezüchtete Elektronik ist für Hayden allerdings nicht mehr im Interesse des Sports: "Ich denke, dass die Fans lieber Motorräder mit qualmenden Reifen sehen wollen, bei denen die Räder am Kurveneingang und Ausgang abheben. Das wäre aufregender", so Hayden. "Ich möchte, dass die Leute, die zu Hause auf der Couch das Rennen sehen, denken: 'Oh mein Gott, unmöglich, dass ich so etwas jemals tun könnte.'"

Fotoquelle: Honda

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.