Honda-Werkspilot Marc Marquez muss auf den zweiten Sepang-Test verzichten

MotoGP 2014

— 20.02.2014

Marquez bis zum Saisonauftakt wieder bei vollen Kräften?

Der behandelnde Arzt gibt Auskunft über den Zustand des Weltmeisters - Cal Crutchlow regt sich über die Kritiker des Offroad-Trainings auf

Rückschlag für Marc Marquez: Der dominante Mann des ersten Vorsaisontests muss kommende Woche auf das zweite Kräftemessen in Malaysia verzichten, weil er sich beim Dirt-Track-Training in Spanien das rechte Bein brach. Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein MotoGP-Pilot beim Offroad-Training eine ernsthafte Verletzung zuzog. Valentino Rossi, Nicky Hayden und auch Andrea Dovizioso sind weitere prominente Opfer. Der Vorfall heizt die seit Jahren geführte Grundsatzdiskussion neu an: Sollten die MotoGP-Stars lieber aufs Offroad-Training verzichten?

Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow hat dazu eine klare Meinung. "Es tut mir leid, zu hören, dass sich Marc Marquez beim Training das Bein gebrochen hat. Ich hoffe, er kann bald wieder aufs Motorrad steigen", twittert der Brite und geht in die Offensive: "Ich habe es satt, dass Leute behaupten, die Fahrer sollten nicht Motocross oder ähnliche Dinge fahren, weil man riskiert, sich zu verletzen. Bei allen anderen Sportarten ist es aber okay."

"Wenn wir Motorradfahren und uns dabei verletzen, werden wir dafür kritisiert. Das ist nicht richtig", betont Crutchlow und verteidigt Marquez und die restlichen Kollegen, die zwischen den Rennen und Tests ihr Fahrkönnen durch Supermoto-, Dirt-Track-, oder Motocross-Training verbessern möchten. Auch Ex-Teamkollege und Landsmann Bradley Smith ist ein Befürworter des Offroad-Trainings: "Alles Gute Marc. Du hast deinen WM-Titel auf Grund des Dirt-Track-Trainings gewonnen. Also hör nicht damit auf. Ich werde jetzt mit meiner Motocross-Maschine trainieren", lässt der Tech-3-Pilot seine 'Twitter'-Follower wissen.

Doch wie schlimm hat sich Marquez, der in der vergangenen Saison viele schwere Stürze überstand, bei seinem Dirt-Track-Unfall verletzt? "Er benötigt keine weitere Operation. Doch auch wenn keine weitere Operation nötig ist, benötigt die Verletzung eine Genesungspause, um zu verheilen", schildert Dr. Xavier Mir. "Wir schauen uns die Verletzung morgen noch einmal an und entfernen die Bandage, die wir auf Grund der Schwellung anbringen mussten. Dann werden wir entscheiden, ob wir eine leichtere Bandage anlegen oder nicht."

"Wir werden eine Magnettherapie anwenden, die den Heilungsvorgang beschleunigen soll. Zudem schauen wir uns ein paar grundsätzliche Dinge und möchten die Schwellung abmildern", erklärt Mir, der von den meisten MotoGP-Piloten im Falle eines Falles aufgesucht wird. Doch wie lange wird Honda-Werkspilot Marquez nun ausfallen? Kommende Woche wird in Sepang getestet. Danach geht es in Australien weiter. Am 23. März wird in Katar der erste Grand Prix der Saison gestartet.

"Normalerweise muss man für solch eine Verletzung sechs Wochen Heilungsdauer einplanen. Doch Marc könnte in drei oder vier Wochen wieder fit sein", grübelt Mir. "Er muss definitiv auf den Sepang-Test verzichten. Es war schwierig, ihn von der Teilnahme abzubringen. Noch können wir nicht sagen, ob er in Australien fahren kann. Das werden wir in der kommenden Woche entscheiden. Wir können aber mit Sicherheit sagen, dass er in Katar fahren kann."

Da beim Sturz das rechte Bein verletzt wurde, hat Marquez Glück im Unglück: "Es ist von Vorteil, dass er sich die Verletzung am rechten Bein zugezogen hat. Auf einer MotoGP-Maschine wird das rechte Bein zum Bremsen benötigt. Das rechte Bein hat nicht so viel Arbeit wie das linke, dass fürs Schalten zuständig ist", analysiert Mir.

Fotoquelle: Repsol

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