MotoGP-Testfahrten in Sepang: Mittwoch

MotoGP 2014

— 26.02.2014

Ducati: Hoffnungsschimmer beim Testauftakt

Der Wechsel zum Open-Format ist am ersten Testtag kein Thema: Andrea Dovizioso in Schlagdistanz zur Spitze, Cal Crutchlow durch technisches Problem mit Rückstand

Ducatis Zukunft war vor dem zweiten Sepang-Test das große Thema. Seit dem Jahreswechsel wird über einen möglichen Wechsel zum Open-Format gerätselt. Bisher ist noch offen, wie sich die Italiener entscheiden, auch wenn einige Medien bereits von einem Wechsel zum Open-Format überzeugt sind. Genau wie beim ersten Sepang-Test gingen die Werkspiloten auch zu Beginn des zweiten Vorsaisontests in Malaysia unter dem Factory-Status auf die Strecke. Lediglich Testfahrer Michele Pirro experimentierte mit der Open-Maschine und der Desmosedici mit Ducati-Software.

Überraschend stark setzte sich Werkspilot Andrea Dovizioso in Szene. Der Italiener beendete den ersten Testtag auf Position vier und lag nur 0,181 Sekunden hinter Spitzenreiter Alvaro Bautista zurück. Seine persönliche Bestzeit vom ersten Sepang-Test verpasste "Dovi" aber deutlich. Vor drei Wochen war der Italiener etwa sieben Zehntelsekunden schneller als am ersten Tag des zweiten Tests.

"Am Vormittag war die Haftung nicht besonders gut und wir konnten nicht viele Dinge probieren, doch am Nachmittag wurde es besser. Wir konnten ein paar Setups probieren. Wir haben keine neuen Teile getestet, konnten durch die Änderungen beim Chassis und der Elektronik das Gefühl verbessern", berichtet er auf der offiziellen Seite der MotoGP. "Die Rundenzeiten sind nicht so gut wie beim ersten Sepang-Test, weil die Haftung nicht so gut ist, doch im Vergleich zu den anderen Fahrern bin ich ziemlich zufrieden."

Teamkollege Cal Crutchlow beendete den ersten Tag nur auf Position elf. Der Brite lag 1,471 Sekunden zurück und konnte am Ende des Testtags nicht mehr fahren, weil es an der Desmosedici Probleme gab. "Wir hatten am Ende ein technisches Problem und ich konnte nicht wie die anderen Fahrer mit einem neuen Reifen auf die Strecke gehen. Man konnte sehen, dass sich Dovi um beinahe eine Sekunde steigerte mit dem neuen Reifen. Wenn mir das auch geschafft hätte, wäre ich zufrieden gewesen", erläutert der ehemalige Tech-3-Pilot.

Im Gegensatz zu Dovizioso ist Crutchlow mit dem Setup seiner GP14 nicht zufrieden. "Wir haben Schwierigkeiten, ein Setup zu finden. Wir erhielten Bestätigungen für ein paar Dinge, die wir beim vergangenen Test erarbeitet haben, müssen aber noch weiterarbeiten", erklärt Crutchlow. "Wir suchen nach mehr Haftung. Ich weiß, dass die Streckenbedingungen schlechter sind als beim vergangenen Test. Wir müssen am Hinterrad mehr Grip finden. Die Front fühlt sich nicht so schlecht an, doch mit dem Heck haben wir Probleme."

Dass Teamkollege Dovizioso mehr als eine Sekunde schneller war, beunruhigt den WM-Fünften von 2013 nicht: "Ich bin nicht besonders besorgt. Ich bin meine beste Rundenzeit mit 25 Runden alten Reifen gefahren", hält der ehemalige Supersport-Weltmeister fest. Knapp hinter Crutchlow folgte mit Andrea Iannone ein weiterer Ducati-Pilot. Der Pramac-Pilot verpasste Crutchlows Zeit um 15 Tausendstelsekunden und zog ein gemischtes Fazit.

"Ich bin zufrieden", stellt Iannone nach dem Testtag in der Hitze von Sepang klar. Die Rundenzeiten stimmen den Italiener aber nicht komplett zufrieden: "Das Ergebnis ist aber nicht so befriedigend. Ich probierte einige Teile und testete unterschiedliche Geometrien. Ich konnte mich im Vergleich zum ersten Test nicht steigern." Am Donnerstag möchte Iannone seine Zeiten vom ersten Test erreichen und in die Top 10 einziehen.

Fotoquelle: Ducati

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