MotoGP-Testfahrten in Sepang: Mittwoch

MotoGP 2014

— 27.02.2014

Pedrosa übernimmt die Spitze, Lorenzo nur Neunter

Honda-Werkspilot Dani Pedrosa fährt am zweiten Testtag in Sepang die Bestzeit - Aleix Espargaro erneut bester Yamaha-Pilot, Ducati-Piloten steigern sich

Nachdem die Streckenbedingungen am ersten Tag des zweiten Sepang-Tests nicht gut genug waren, um schnelle Runden zu fahren und aussagekräftige Daten zu sammeln, fanden die Fahrer und Teams am Donnerstag deutlich bessere Bedingungen vor. Auch wenn die Zeiten noch nicht so gut waren wie am finalen Tag des ersten Tests, konnten sich die meisten Fahrer deutlich steigern. Honda-Werkspilot Dani Pedrosa beendete den Donnerstag als Tagesschnellster. Der Spanier benötigte 2:00.039 Minuten für seinen schnellsten Umlauf und verpasste damit nur knapp den Sprung unter die magische Zwei-Minuten-Marke.

Pedrosa war durch die Verletzung von Weltmeister Marc Marquez der einzige Honda-Werkspilot auf der Strecke. Der Spanier, der sich am Vortag unwohl fühlte, absolvierte 57 Runden und stellte seine Bestzeit erst in den finalen Minuten auf. Lange Zeit lag Open-Pilot Aleix Espargaro (FTR-Yamaha) an der Spitze. Der Forward-Pilot musste sich am Ende lediglich Pedrosa geschlagen geben und verpasste die Tagesbestzeit um 0,281 Sekunden.

Gresini-Pilot Alvaro Bautista (Honda), der am ersten Tag der schnellste Mann auf der Strecke war, kam auch am Donnerstag gut mit seiner RC213V zurecht. Bautista arbeitete weiter am neuen Showa-Federbein. In den vergangenen Monaten konzentrierte sich der Spanier auf die Entwicklung einer neuen Showa-Gabel. Von nun an schenkt Gresini dem Federbein mehr Beachtung. Betrachtet man die Rundenzeiten, so scheint die Arbeit Früchte zu tragen.

Rossi deutlich vor Lorenzo

Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi war mit 60 Runden erneut einer der fleißigsten Fahrer. Der Italiener fuhr bereits bei seinem neunten Umlauf die persönlich schnellste Rundenzeit. In den finalen Minuten konnte sich Rossi nicht noch einmal steigern und fiel auf die vierte Position zurück. Der Routinier lag etwas mehr als fünfeinhalb Zehntelsekunden hinter Pedrosa zurück, war aber deutlich schneller als Teamkollege Jorge Lorenzo, der nur Neunter wurde.

Hinter Rossi folgte mit Andrea Dovizioso der schnellste Ducati-Pilot. "Dovi" büßte 0,748 Sekunden auf die Bestzeit ein und schaffte damit erneut den Einzug in die Top 5. Der Italiener testete erstmals die Desmosedici mit der Einheitselektronik, verzichtete dabei aber auf die weichen Open-Reifen. Laut "Dovi" ist die Einheitselektronik etwas schlechter als die von Ducati. LCR-Honda-Pilot Stefan Bradl konnte die eigene Zielsetzung nicht ganz erreichen. Der Deutsche hatte beinahe neun Zehntelsekunden Rückstand und war deutlich langsamer als Markenkollege Bautista.

Einen Sprung nach vorne konnte Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow machen. Der Brite, der sich bisher schwer tat, mit der Desmosedici in die Top 10 vorzustoßen, fuhr nur 0,913 Sekunden langsamer als Pedrosa und wurde in der Tageswertung Siebter. Er verzichtete auf einen Test mit der Open-Version und konzentrierte sich auf die Arbeit mit der Ducati-Software. Hinter Crutchlow folgte dessen Nachfolger im Tech-3-Team: Pol Espargaro, der in den finalen Minuten stürzte, konnte die Top-3-Platzierung vom Vortag nicht wiederholen und wurde Achter.

Kunden-Hondas mit Rückstand

Was Ex-Champ Lorenzo bisher zeigte, gleich einer großen Enttäuschung. Am Vortag beschwerte sich der Yamaha-Werkspilot über die 2014er-Reifen von Bridgestone und kritisierte, dass die Pneus überhaupt nicht mit der M1 harmonieren. Dass es besser geht, belegten Teamkollege Rossi, Tech-3-Pilot Pol Espargaro und Open-Yamaha-Fahrer Aleix Espargaro. Am zweiten Testtag lag Lorenzo mehr als eine Sekunde zurück und schloss den Tag auf Position neun ab. Markenkollege Bradley Smith komplettierte die Top 10.

Pramac-Pilot Andrea Iannone folgte auf Position elf und war etwa eine halbe Sekunde schneller als Teamkollege Yonny Hernandez. Auf Position 13 beendete Geburtstagskind Colin Edwards den zweiten Testtag in Sepang. Der "Texas Tornado" wurde am Donnerstag 40 Jahre alt. "Meine Familie kann zwar nicht hier sein, aber meine zweite Familie, das Forward-Team, ist ja hier. Alle aus dem Fahrerlager kamen vorbei und haben mir gratuliert. Es war ein schöner Tag", bemerkt der Altmeister gegenüber 'MotoGP.com'.

Aspar-Pilot Nicky Hayden und Suzuki-Testfahrer Randy de Puniet vervollständigten die Top 15. Beide lagen etwas mehr als zwei Sekunden zurück und dürften mit der Performance ihrer Arbeitsgeräte nicht zufrieden sein. Neben Hayden taten sich auch die drei restlichen Open-Hondas schwer. Scott Redding wurde mit 2,613 Sekunden Rückstand nur 17., Hiroshi Aoyama folge mit 2,747 Sekunen Rückstand auf Position 18 und Cardion-Pilot Karel Abraham lag mehr als fünf Sekunden zurück und belegte Position 22.

Die Testzeiten aus Sepang (Donnerstag):
01 Dani Pedrosa (Honda) - 2:00,039 Minuten (57 Runden)
02 Aleix Espargaro (Forward-Yamaha) +0,281 Sekunden (41)
03 Alvaro Bautista (Gresini-Honda) +0,461 (55)
04 Valentino Rossi (Yamaha) +0,566 (60)
05 Andrea Dovizioso (Ducati) +0,748 (48)
06 Stefan Bradl (LCR-Honda) +0,863 (52)
07 Cal Crutchlow (Ducati) +0,913 (52)
08 Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +0,988 (47)
09 Jorge Lorenzo (Yamaha) +1,010 (57)
10 Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +1,059 (60)
11 Andrea Iannone (Pramac-Ducati) +1,134 (49)
12 Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) +1,619 (50)
13 Colin Edwards (Forward-Yamaha) +1,957 (45)
14 Nicky Hayden (Aspar-Honda) +2,049 (59)
15 Randy de Puniet (Suzuki) +2,100 (60)
16 Hector Barbera (Avintia) +2,110 (45)
17 Scott Redding (Gresini-Honda) +2,613 (54)
18 Hiroshi Aoyama (Aspar-Honda) +2,747 (72)
19 Michele Pirro (Ducati) +2,760 (45)
20 Katsuyuki Nakasuga (Yamaha) +2,763 (48)
21 Mike di Meglio (Avintia) +3,907 (51)
22 Karel Abraham (Cardion-Honda) +5,159 (25)
23 Nobuatsu Aoki (Suzuki) +7,423 (20)

Fotoquelle: Repsol

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