MotoGP-Testfahrten in Sepang: Mittwoch

MotoGP 2014

— 27.02.2014

Dovizioso testet Open-Ducati

Andrea Dovizioso testet am zweiten Tag der Sepang-Tests eine Ducati nach Open-Spezifikation - Cal Crutchlow bleibt auf Factory-Ducati

Bis morgen Freitag muss Ducati offiziell festlegen, ob man als Factory-Team in die Saison startet oder in die Open-Klasse wechselt. Derzeit ist noch offen, ob das Werksteam diesen Schritt wagt, doch am Donnerstag rckte Andrea Dovizioso am zweiten Tag der zweiten Sepang-Tests mit einer Desmosedici nach Open-Reglement aus. Cal Crutchlow fuhr dagegen normal mit der Factory-Spezifikation. Die Ducati von Dovizioso war mit der Einheitssoftware bespielt. Auerdem wurde ein Tank mit 24 Litern Inhalt installiert. Auf den weicheren Open-Hinterreifen verzichtete "Dovi" allerdings.

Der heutige Test nhrte wieder die Spekulationen, dass Ducati am Freitag doch den Wechsel ins Open-Format bekanntgeben wrde. Yonny Hernandez fhrt fix eine GP13 nach Open-Spezifikation. Bei ihm konnten die Ingenieure bereits einige Erfahrungen sammeln. Testfahrer Michele Pirro vergleicht in Sepang die Vor- und Nachteile der beiden Reglement-Varianten. Dovizioso war von der Einheitssoftware nicht besonders begeistert, denn sie ist nicht so weit entwickelt wie die Ducati-Version.

"Es ist etwas schlechter als unsere Werks-Software. Wir mssen am Abend also arbeiten und haben auch ein Meeting. Sie ist nicht so schlecht, aber unsere Software ist besser. Unterschiede bestehen berall. Die Anti-Wheelie-Kontrolle und die Traktionskontrolle sind etwas schlechter. Es ist aber nicht ganz schlecht", bewertet Dovizioso die Einheitssoftware, die bei den Open-Teams vorgeschrieben ist.

Sollte Ducati ins Open-Format wechseln, mssten sie diese Software benutzen. Dafr drfen vier Liter zustzlicher Kraftstoff ber die Renndistanz verwendet werden, insgesamt zwlf Triebwerke pro Fahrer und die Motorentwicklung ist ebenfalls nicht eingefroren. Auerdem drfen Open-Fahrer einen weicheren Hinterreifen verwenden. "Der Motor fhlt sich mit mehr Sprit etwas besser an, aber der Unterschied ist nicht so gro", meint Dovizioso.

In der Zeitenliste belegte er am Donnerstag den sechsten Rang. Der Rckstand auf Dani Pedrosa (Honda) betrug sieben Zehntelsekunden. Um eine halbe Sekunde schneller war Aleix Espargaro mit der Open-Yamaha. "Davon bin ich nicht berrascht. Ich wusste, dass er schnell sein wrde, aber nicht so schnell. Er verwendet aber auch den weichen Reifen. Ich kenne deshalb seine Rennpace nicht", versucht Dovizioso zu relativieren. Crutchlow fuhr mit der Factory-Version der Ducati.

Der Brite war um zwei Zehntelsekunden langsamer als "Dovi" und belegte Rang sieben. "Ich habe das Open-Bike nicht getestet", besttigt der neue Ducati-Werksfahrer. "Wir haben uns auf das normale Motorrad konzentriert, denn wir mssen uns schon darum genug Sorgen machen. Unsere Arbeitsliste ist so lang wie mein Bein. Ich wei, dass es nicht zu lang ist", lacht Crutchlow ber seine Krpergre.

Mit dem Open-Bike hat er sich deshalb berhaupt nicht beschftigt. "Wir konzentrieren uns nicht drauf. Dass die Deadline morgen ist, macht fr uns keinen Unterschied. Yonny, Pirro und Dovi haben es ausprobiert, aber warum muss ich es probieren? Es macht keinen Unterschied. Unsere Konzentration liegt darauf, dass ich mit diesem Motorrad glcklicher bin. Ob es Open ist oder nicht, macht keinen Unterschied."

"Soweit ich wei, sind sie mit ihrem Material zufrieden, aber darauf liegt nicht meine Konzentration." Am Freitag muss sich Ducati offiziell deklarieren, mit welchem Reglement man in die Saison starten wird. Dann haben die wochenlangen Spekulationen ein Ende.

Fotoquelle: Ducati

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