Ducati-Pilot Cal Crutchlow drehte beim Testauftakt in Australien 68 Runden

MotoGP 2014

— 03.03.2014

Crutchlow: Vernichtende Kritik für neue Reifenvarianten

Ducati-Pilot Cal Crutchlow fährt am Montag auf Phillip Island die zweitschnellste Zeit, kommt aber mit den neuen Reifenkonstruktionen überhaupt nicht zurecht

Ducatis Wechsel zum Open-Format rückte beim Reifentest in Australien aus dem Fokus. Stattdessen schaut die MotoGP-Welt gespannt auf die neuen Pneus von Bridgestone. Im Vorjahr musste der Grand Prix verkürzt und halbiert werden, weil die Hinterreifen sich nach zehn Runden auflösten. Durch den neuen Asphalt stieg die Reifentemperatur extrem an. Neue Mischungen und Konstruktionen sollen für die 2014er-Auflage des Australien-Grand-Prix Abhilfe schaffen.

Werkspilot Cal Crutchlow rückte am Montag erstmals auf Phillip Island mit der Desmosedici aus. "Es ist anders. Sicher habe ich eine Art Referenz aus dem Vorjahr, aber die Ducati scheint hier gut zu funktionieren. Es scheint deutlich besser als in Sepang zu sein. Wir haben ein paar kleine Setup-Änderungen vorgenommen. Es scheint mit jedem Stint besser zu werden", erklärt der Brite den Kollegen von 'MotoGP.com'.

Doch zurück zu den Reifen: Crutchlow gehörte am Montag zu den Piloten, die unterschiedliche Konstruktionen testen mussten. Andere Fahrer experimentierten mit geänderten Reifenmischungen. Zu Beginn gingen die Piloten mit den 2013er-Reifen auf die Strecke, um ein passendes Setup zu finden, dass fortan nicht mehr verändert werden sollte, um die Reifen unverwässert zu beurteilen.

"Wir verwendeten den Reifen, den wir im Rennen zur Verfügung hatten. Damit hatten wir überhaupt keine Probleme. Es fühlte sich gut an. Die Haftung war am Morgen ziemlich gering. Doch ich war relativ zufrieden. Danach passten wir in der Mittagszeit das Setup des Motorrads an und begannen die Arbeit mit den neuen Reifen", berichtet Crutchlow. "Zwei andere Fahrer hatten einen anderen Testplan. Wir hatten Reifen mit unterschiedlichen Konstruktionen, die anderen Fahrer hatten Reifen mit anderen Mischungen."

Das Urteil des Briten fällt vernichtend aus: "Glaubt mir, die anderen Konstruktionen sind viel schlechter", betont Crutchlow nachdem er die neuen Konstruktionen testete. "Ich hatte auf fünf Runden etwa zwölf Beinahestürze. Aber zumindest können wir Bridgestone diese Information geben. Auch die anderen Fahrer, die ebenfalls die geänderten Konstruktionen testeten, waren der Meinung, dass diese Reifen schlechter sind."

"Wir kehrten zum normalen Reifen zurück und es fühlte sich besser an. Solche Dinge sind normal, wenn man Reifen testet. Es lief nicht schlecht mit dem Reifen, den wir am Rennwochenende hatten", erklärt der ehemalige Tech-3-Yamaha-Pilot, der bei den neuen Pneus die Haftung der Reifenflanken kritisierte.

Fotoquelle: Ducati

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