Präsentation: Ducati

MotoGP 2014

— 11.03.2014

Dall'Igna mit Factory2-Entscheidung nicht glücklich

Der Ducati-Vorstoß wird durch die Factory2-Regel beschränkt - Gigi Dall'Igna verteidigt den Open-Wechsel und sieht mit der Factory2-Regel einen Kompromiss

Ducati beschreitet in diesem Jahr neue Wege und hat alle vier Motorräder in der Open-Klasse gemeldet. Allerdings wird die Grand-Prix-Kommission das Werksteam aller Voraussicht nach in eine neue Factory2-Klasse ummelden. Dadürch dürften Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow nur noch 22,5 Liter Kraftstoff statt 24 über die Renndistanz verwenden. Zudem wird das Motorenkontingent von zwölf auf neun reduziert. Dennoch bestehen gegenüber dem reinen Factory-Reglement einige Vorteile.

Ducati ist natürlich nicht erfreut über diese kurzfristige Änderung, die heute von der Grand-Prix-Kommission abgesegnet werden dürfte. "Die Ducati-Entscheidung macht jemanden nicht glücklich, aber das ist nicht unser Vorhaben", sagt Gigi Dall'Igna, der Ducati-Corse-Chef, anlässlich der Präsentation. "Wir wollen das Motorrad weiterentwickeln, aber bei den Factory-Regeln wäre das nicht möglich. Um das Motorrad weiterzuentwickeln, ist es wichtig, dass man das Motorrad verändern kann."

"Beim Factory-Reglement kann man den Motor nicht ändern", spricht er die eingefrorenen Triebwerke an. Im Open-Reglement sind zwölf statt fünf Motoren erlaubt und wir können die Motoren weiterentwickeln. Wir können auch auf mehreren Strecken testen. Die Restriktionen sind also geringer." Ducati hat Rückstand, wie für jeden klar ersichtlich ist. Wäre die Entwicklung eingefroren, würde sich an diesem Rückstand nichts ändern. Das war der Hauptgrund für den Wechsel ins Open-Format.

"Für uns ist die Situation sehr klar und unsere Entscheidung ebenfalls. Open wird die Zukunft der MotoGP sein, denn man muss die Kosten senken, und diese Maßnahme hilft dabei", ist Dall'Igna überzeugt. Allerdings muss sich Ducati nun der neuen Factory2-Klasse stellen, die von der FIM, der Dorna, der IRTA und der MSMA vorgeschlagen wurde. Nun wartet man auf die Entscheidung der Grand-Prix-Kommission.

Dall'Igna ist wenig begeistert davon: "Es ist schwierig zu sagen, was passieren wird. Es ist sicher etwas gegen uns, weil die Veranstalter die Möglichkeiten von Ducati etwas einschränken wollen. Ich lebe aber in der realen Welt und kann verstehen, warum die Veranstalter diese Regeländerung einführen wollen, denn kleine Teams können nicht wie ein Werksteam arbeiten. Deshalb will die Dorna diese Regel für die kleinen Teams einführen. Wir müssen abwarten."

"Natürlich sind wir nicht zufrieden, aber wir müssen im Leben Kompromisse akzeptieren." Das neue Benzinlimit würde die Ingenieure vor neue Herausforderungen stellen, denn: "die Open-Software enthält nicht alle Strategien, um den Benzinverbrauch zu senken. 22,5 Liter sind nicht viel", merkt Dall'Igna an. "Wir werden die Motorleistung reduzieren müssen, wenn auch nicht in allen Rennen. Deshalb entspricht das für uns einer Leistungsreduktion."

In den vergangenen Wochen gab es außerdem einige Diskussionen über die Einheitssoftware von Magneti Marelli. Beim zweiten Sepang-Test wurde ein signifikantes Update eingeführt. Im Fahrerlager wurde spekuliert, dass Ducati hinter dem Upgrade steckt. Dall'Igna dementiert allerdings: "Wir fragten nach einige Modifikationen, basierend auf den Erfahrungen von Ducati. Wir fragten bei der Dorna an."

Einen Code hat Ducati aber nicht zur Verfügung gestellt, obwohl die neueste Software deutlich fortschrittlicher und komplizierter ist. "Die Traktionskontrolle und die Anti-Wheelie-Kontrolle", sind laut Dall'Igna die größten Fortschritte. "Man darf nach Modifikationen fragen, aber die Dorna modifiziert dann die Software." Im Factory2-Reglement dürfte Ducati diese neue Software-Version verwenden. Die übrigen Open-Teams werden die erste, einfachere Version der Software verwenden.

Fotoquelle: Ducati Corse

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