Nicky Hayden wollte mit der Open-Honda um vordere Plätze mitkämpfen

MotoGP 2014

— 12.03.2014

Hayden: Trotz Rückstand vertraut er Honda

Die neue Honda RCV1000R startet nicht konkurrenzfähig in die neue Saison - Nicky Hayden glaubt dennoch, dass Honda das Motorrad bald verbessern wird

Nicky Hayden fuhr in seiner Karriere bisher nur für Werksteams. Nach sechs Jahren bei Honda und fünf Jahren bei Ducati hat der US-Amerikaner nun beim Aspar-Team von Jorge Martinez angedockt. Aspar war in den vergangenen beiden Jahren mit Aprilia klar die beste CRT-Mannschaft. Nun setzt Martinez auf die neue Open-Honda RCV1000R. Das neu entwickelte Motorrad, das ein Ableger der RC213V ist, konnte die Erwartungen bisher nicht erfüllen. Da auf pneumatische Ventilfedern verzichtet wird, leidet die Motorleistung. Das Schnellschaltgetriebe fehlt ebenfalls.

Vor allem in der Beschleunigungsphase und auf den Geraden ist die RCV1000R zu langsam. Hayden war bei den Wintertests zwar der schnellste Fahrer mit diesem Motorrad, doch der Rückstand betrug immer mehr als eine Sekunde. Aus der erhofften Rolle des Favoritenschrecks ist bisher nichts geworden. "Die neun Wintertesttage vergehen extrem schnell. Man denkt, dass man genug Zeit hat, aber diese Motorräder sind sehr kompliziert."

"Man kann beim Chassis und der Elektronik viel verstellen, dazu muss sich der Fahrer anpassen", blickt Hayden auf die vergangenen Wochen zurück. "Außerdem gibt es noch die Reifen. Die Tage sind schnell vergangen. Wir sind nicht so nahe dran wie erhofft. Wir sind davon ausgegangen, dass wir deutlich konkurrenzfähiger sein würden. Deshalb wartet noch viel Arbeit." Mit der Rückkehr zu Honda sind viele Erwartungen verknüpft. Im Jahr 2006 wurde Hayden im Werksteam Weltmeister.

Deshalb bestand viel Interesse, den US-Amerikaner wieder auf eine Honda zu setzen. HRC und Honda USA arbeiteten im Hintergrund daran. In den USA ist Hayden für Honda weiterhin ein wichtiges Aushängeschild. Auch die Dorna wollte Hayden in der MotoGP halten. "Es war natürlich schön, wieder eine Honda zu fahren. Ich hatte bei Honda einige gute Resultate. Es war sehr interessant, das Gefühl für das Chassis zu bekommen. Ich arbeite auch mit einem neuen Team zusammen. Das dauert natürlich."

Allerdings machte sich schon nach den ersten Runden Ernüchterung breit: "Das Motorrad ist komplett neu und es fehlt noch Motorleistung. Wir dachten, dass wir viel näher an den Werksmotorrädern dran sein würden. Bei der Beschleunigung und bei der Höchstgeschwindigkeit haben wir mehr Probleme als erwartet", spricht Hayden die Schwachpunkte an. "In diesem Bereich müssen wir das Motorrad verbessern. Ich muss auch noch am Kurveneingang besser werden und die Vorteile der Honda nutzen, denn man kann damit extrem spät bremsen."

Obwohl die RCV1000R bisher nicht gehalten hat, was versprochen wurde, glaubt Hayden an die Fähigkeiten von HRC, die er aus der Vergangenheit bestens kennt. "Wir wissen wozu Honda fähig ist. Sie werden das Motorrad weiterentwickeln, damit es so ist, wie wir uns es erwartet haben", ist der Routinier überzeugt. "Wir gingen davon aus, dass wir der Spitze sehr nahe sein würden."

"Das sind wir aber nicht. Vor allem auf den langen Geraden in Sepang war das der Fall. Ich vertraue Honda und dem, was sie mir während der Verhandlungen gesagt haben. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass sie es schaffen werden. Es ist toll, wieder bei dieser Firma zu sein. Sie haben sehr große Ressourcen. Außerdem unterstützt mich auch Honda Amerika. Für mich ist es sehr schön."

Fotoquelle: Aspar

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