Nicky Hayden fährt in diesem Jahr eine Honda nach Open-Reglement

MotoGP 2014

— 13.03.2014

Hayden: "Klassensituation ist verwirrend"

Nicky Hayden versteht die Sorgen der Fans, dass das Regelwirrwarr zu verwirrend ist - Trotzdem ist für den Ex-Weltmeister Marc Marquez der große Favorit

Factory, Factory2 und Open - Forward-Yamaha, Honda-Production-Racer und CRT-Ableger: Das MotoGP-Feld glänzt in dieser Saison durch unterschiedliche Motorradkonzepte und Reglements. Nach den beiden CRT-Jahren geht die Übergangsphase weiter. Positiv ist, dass das Starterfeld gut gefüllt ist und die Wintertestfahrten gezeigt haben, dass mehrere Motorräder konkurrenzfähig sind. Allerdings sorgen die unterschiedlichen Reglements auch für Verwirrung. Dabei wurde die Open-Klasse ursprünglich eingeführt, um die Chancen bei überschaubaren Kosten für die privaten Rennställe zu erhöhen.

"Theoretisch ist es ein gutes Konzept, aber im Moment ist es nicht so, wie man sich das vorgestellt hat", sagt Ex-Weltmeister Nicky Hayden seine Meinung. "Ich liebe die MotoGP und höre von den Fans, dass sie nicht glücklich sind und verwirrt sind. Selbst wir sind verwirrt. Auch im Team haben wir uns gefragt, wer jetzt mit 22,5 Litern Kraftstoff fahren wird. Es gibt zu viele Regeln und es ist zu verwirrend. Hoffentlich können wir das aussortieren."

Honda hat das Open-Format anders als Yamaha und Ducati interpretiert. Mit der RCV1000R wurde ein kostengünstiger Ableger der Werksmaschine gebaut. Allerdings ist das Motorrad bisher nicht konkurrenzfähig und die Kosten sollen zur Zeit auch höher sein als gedacht. Für Honda entspricht die Forward-Yamaha und der Ducati-Wechsel ins Open-Format nicht dem Geist des Reglements, aber im Reglement sind diese Möglichkeiten nicht verboten. Honda hat es eben anders interpretiert.

So wird die RCV1000R an Kundenteams verkauft, während Yamaha die Open-Yamaha nur an Forward verleast. Ducati geht ohnehin einen eigenen Weg. Hayden hofft, dass sich das Reglementdurcheinander lösen wird, sobald alle die Einheitssoftware verwenden. Das gegenwärtige Reglement ist bis 2017 gültig. "Wenn alle die gleiche Software verwenden, hoffe ich, dass die Dorna für ausgeglichene Regeln und bessere Rennen sorgen wird", blickt Hayden in die Zukunft.

Marquez für Hayden der Favorit

Dennoch gibt es für ihn einen klaren Favoriten für diese Saison: "Ich bin kein Spieler und werde kein Geld setzen, aber bei Marquez müssen wir abwarten, wie sehr er sich nach seinem ersten Jahr steigert. Aus unserer Sicht hoffe ich das natürlich nicht. Im Moment hat er den Titel und ist der Favorit. Die Wintertests waren aber sehr interessant, obwohl Marc gefehlt hat. Dadurch sieht das Bild etwas anders aus."

"Als er dabei war, war er an allen drei Tagen der Schnellste. Trotzdem sind verschiedene Motorräder auf unterschiedlichen Strecken schnell gewesen. Die Klassen-Situation mag zwar etwas verwirrend wirken, aber es sieht so aus, dass das Racing besser sein wird. Hoffentlich sind wir auch bald vorne dabei."

Hayden kann mit der Open-Honda derzeit aus eigener Kraft nicht um vorderste Platzierungen mitkämpfen. Welche Ziele hat er sich gesetzt? "Mein Ziel ist es, konkurrenzfähig zu sein. Bei den Testfahrten hat man gesehen, dass wir das derzeit nicht sind. Der Rückstand ist groß. Ich wäre enttäuscht, wenn die Saison so zu Ende gehen würde", spricht der US-Amerikaner aus dem Herzen.

Dennoch freut er sich nun auf den Auftakt in Katar: "Das erste Rennen ist immer aufregend, vor allem weil es ein Nachtrennen ist. Wir haben im Winter die wichtige Arbeit erledigt. Es wird nicht einfach, aber ich genieße die Unterstützung vieler loyaler Fans. Nun bin ich bereit für die neue Herausforderung. Für mich und das Team sind es aufregende Zeiten."

Fotoquelle: Aspar

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