Valentino Rossi kann nicht so tief in die Kurven hineinbremsen wie die Hondas

MotoGP 2014

— 13.03.2014

Yamaha sorgt sich um Bremsstabilität

Jorge Lorenzo und Valentino Rossi haben Yamaha aufgefordert, am Bremsverhalten der M1 zu arbeiten: Offensichtlich konnten keine Verbesserungen erzielt werden

Wie unterschiedlich die Yamaha M1 und die Honda RC213V sind, wurde in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich, wenn sich die Yamaha- und Honda-Piloten enge Duelle auf der Strecke lieferten. Die hohen Kurvengeschwindigkeiten sind der Joker der M1. Mit 250er-ähnlichem Fahrverhalten gelang es Jorge Lorenzo besonders auf flüssigen Kursen, die leistungsstärkeren Hondas hinter sich zu lassen.

Lorenzo setzt auf einen weichen Stil und fährt die Kurven nicht so spitz wie die Honda-Piloten. Um mit der RC213V schnell zu sein, muss mit dem Motorrad tief in die Kurve hineingebremst werden. Es gilt, so wenig Zeit wie möglich in Schräglage zu verbringen und die Maschine schnell aufzurichten, um den Beschleunigungsvorteil zu nutzen. Um diesen Stil effizienter zu gestalten, verbesserte Honda in der vergangenen Saison das Bremsverhalten des V4-Renners spürbar. Die Yamaha-Piloten sahen auf der Bremse alt aus.

Um mitzuhalten, wünschten sich Lorenzo und Teamkollege Valentino Rossi mehr Bremsstabilität. Diesen Wunsch konnte Yamaha beim 2014er-Modell aber offensichtlich nicht erfüllen. Änderungen am Seamless-Getriebe und anderen Bereichen brachten keine spürbaren Fortschritte bei der Bremsstabilität. Bei den drei Vorsaisontests taten sich die Yamaha-Piloten schwer, in den Bremszonen mit den Hondas mitzuhalten. In Sepang hatte Honda Vorteile, auf dem flüssigen Kurs auf Phillip Island hingegen dominierte Lorenzo.

Teammanager Wilco Zeelenberg macht sich Sorgen. "Es ist nach wie vor schwierig. Es scheint, als ob wir auf Phillip Island nicht so viele Probleme hatten und das Einlenkverhalten auf dieser Strecke nicht so wichtig ist", analysiert er gegenüber 'Motor Cycle News'. "Bei der Bremsperformance liegen wir zurück. In Sepang bremst man von hohen Geschwindigkeiten im sechsten Gang in den ersten oder zweiten Gang ab und biegt in sehr langsame Kurven ein. Auf Phillip Island muss man das Motorrad nicht so extrem verzögern."

"Ich denke, es ist auf das Verhalten des Motorrads zurückzuführen, wie es die Front im Vergleich zur Honda belastet. Das hindert uns an den Stellen, an denen man nach langen Geraden abbremst. Da können wir nicht viel ändern, solange man nicht einen stabileren Vorderreifen erhält, der mit diesen hohen Kräften auskommt. Wir müssen damit leben", bemerkt Zeelenberg, der mit den 2014er-Vorderreifen nicht zufrieden ist. Yamaha bat Bridgestone, die Stabilität der Pneus zu verbessern, hatte dabei aber keinen Erfolg.

Fotoquelle: Yamaha

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