Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo hatte bei den Tests in Sepang Probleme

MotoGP 2014

— 17.03.2014

Lorenzo hat Ducati auf der Rechnung

Der Vizeweltmeister von 2013 traut Ducati in der neuen Saison Überraschungen zu und denkt nicht, dass Marc Marquez durch seine Verletzung gebremst wird

Am Wochenende beginnt in Katar die neue MotoGP-Saison. Bei den vier Vorsaisontests gab es deutlich mehr Überraschungen als in den vergangenen Jahren. Richtig aussagekräftig war nur das Aufeinandertreffen beim ersten Sepang-Test, bei dem Weltmeister Marc Marquez den Ton angab. Beim zweiten Sepang-Test musste der Honda-Pilot zuschauen, da er sich beim Dirt-Track verletzte. Seine Kollegen scheiterten an der Bestzeit, die Marquez beim ersten Test aufstellte.

Dafür präsentierte sich Ducati in starker Form. Auch beim Reifentest auf Phillip Island waren Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow nur wenige Zehntelsekunden langsamer als die Spitze. Abschreiben sollte man die Desmosedici-Piloten in der neuen Saison nicht. Für Jorge Lorenzo, der an allen drei Tagen des Australien-Tests Bestzeiten fuhr, ist klar, wer in der Saison 2014 die Favoritenrolle einnimmt.

"Marquez ist der Favorit", erklärt der Yamaha-Pilot im Gespräch mit 'Motocuatro'. Lorenzo geht nicht davon aus, dass Marquez durch die Verletzung behindert wird. "Natürlich wird er körperlich so gut wie komplett fit sein. Zudem wird er sich in seiner zweiten und dritten Saison weiter steigern. Er gab beim ersten Sepang-Test den Ton an. Zudem ist er der Weltmeister. Wir holten im Vorjahr den Vizetitel, Pedrosa wurde WM-Dritter. Es ist alles sehr eng. Weiterhin gibt es neue Fahrer und Möglichkeiten."

Neben den üblichen Verdächtigen hat Lorenzo auch Open-Yamaha-Pilot Aleix Espargaro und die Satelliten-Hondas von Alvaro Bautista und Stefan Bradl auf der Rechnung. Zudem warnt er vor Ducati und prophezeit, dass die Italiener "eine der Überraschungen" sein könnten. "Die Meisterschaft ist unberechenbarer als im vergangenen Jahr, aber ich glaube immer noch, dass die drei Führenden aus dem Vorjahr eine halbe Stufe über dem Rest stehen, wobei man festhalten muss, dass Valentino (Rossi; Anm. d. Red.) immer näher rückt."

Gespannt sein darf man, wie gut die Yamaha-Piloten mit den neuen Reifen zurechtkommen. Beim zweiten Sepang-Test hatte besonders Lorenzo große Schwierigkeiten, mit den 2014er-Pneus schnelle Runden zu drehen. "Die neuen Bridgestone-Reifen, die eine deutlich steifere Flanke haben, bieten in Schräglage nicht genug Haftung. Das hat uns Probleme bereitet. Durch meinen Fahrstil verlor ich am Kurveneingang viel Zeit."

Die Probleme waren so groß, dass Lorenzo beim zweiten Sepang-Test Teammanager Wilco Zeelenberg vorschickte, um mit den Medien zu sprechen. Lorenzo verweigerte nach dem zweiten Testtag seine Medien-Termine. Es war offensichtlich, dass er mehr leidet, als Rossi. Doch auch Rossi hatte Probleme. Das weiß auch Lorenzo: "Unser Renntempo war nicht konkurrenzfähig", fasst der Spanier gefasst zusammen. Trotz der Probleme ist Yamaha der Favorit für den Saisonauftakt in Katar. In den vergangenen vier Jahren stand drei Mal ein Yamaha-Piloten ganz oben.

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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