Aleix Espargaro findet, dass Ducati mit ungleichen Waffen kämpft

MotoGP 2014

— 17.03.2014

Aleix Espargaro kritisiert Open-Wechsel von Ducati

Aleix Espargaro kritisiert Ducati für den Wechsel ins Open-Format, denn als Werk müssen die Italiener mit gleichen Waffen kämpfen - Unfair für die Privatteams

Am vergangenen Dienstag hätte die Grand-Prix-Kommission den Factory2-Vorschlag absegnen sollen, doch bis Montagabend gibt es keine offizielle Stellungnahme. Im Hintergrund laufen die Gespräche der Verantwortlichen weiter, während auf eine Entscheidung gewartet wird, unter welchem genauen Reglement Ducati in dieser Saison an den Start gehen wird - Open oder Factory2? Oder wird am Ende doch ein anderer Kompromiss entschieden?

Die Meinungen über den Ducati-Vorstoß gehen auseinander. "Ich muss sagen, dass ich damit nicht einverstanden bin, denn jeder muss mit den gleichen Waffen kämpfen", wird Aleix Espargaro von 'Crash.net' zitiert. Der Spanier wird in der Open-Klasse eine Yamaha fahren. Dass es für Ducati wieder Ausnahmeregeln geben könnte, findet der beste CRT-Fahrer nicht in Ordnung: "Wenn Ducati in der Open-Klasse fahren will, dann in Ordnung. Sie müssen ihren Motor über die Saison entwickeln, denn im Moment sind sie viel langsamer als die meisten anderen."

"Sie müssen aber trotzdem die gleichen Regeln befolgen", hat Espargaro auf der einen Seite Verständnis für die "Roten", auf der anderen Seite aber nicht: "Sie verwenden praktisch eine andere ECU, weil bei ihnen zehn Leute daran arbeiten. Sie können den vollen Vorteil daraus ziehen, während bei den anderen Open-Teams viel weniger Leute daran arbeiten." Deshalb hat Espargaro eine klare Meinung: "Für mich ist es nicht schön, dass Ducati das macht."

"Trotzdem werde ich versuchen sie zu schlagen. Ich glaube nicht, dass es den Open-Teams gefällt, was Ducati da macht, denn wir haben nicht die gleichen Ressourcen wie ein Werksteam. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass sie mit den gleichen Waffen kämpfen." Dennoch war Espargaro bei den Wintertestfahrten extrem stark unterwegs, aber auch Ducati war seit dem Open-Wechsel vorne dabei.

Trotzdem glaubt der Spanier nicht, dass er auf Dauer gegen Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow eine Chance haben wird. "Für uns wird es sehr schwierig sie zu schlagen, denn sie sind ein Werksteam mit großen Ressourcen. Sie können mehr Benzin verwenden, ihre Elektronik besser einsetzen, den Motor entwickeln und den weichen Reifen nutzen. Sie haben alles, deshalb wird es nicht einfach, sie zu schlagen."

Auch die Leser von 'Motorsport-Total.com' sehen die Entscheidung von Ducati kritisch. In einer Umfrage, bei der insgesamt 782 Stimmen abgegeben wurden, finden 51,66 Prozent, dass es einen "faden Beigeschmack" hinterlässt. Weitere 23,27 Prozent sehen den Wechsel ins Open-Format falsch, denn Ducati sollte mit gleichen Waffen kämpfen. Somit befürwortet die klare Mehrheit die Entscheidung nicht. Lediglich 19,18 Prozent finden den Weg clever. 5,88 Prozent ist es "total egal", solange die Action auf der Strecke stimmt.

Fotoquelle: ForwardRacingGP

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