Ducatis Wechsel zum Open-Format wäre rückblickend nicht notwendig gewesen

MotoGP 2014

— 18.03.2014

Offiziell: Reglement für Ducati geändert

In dieser und der kommenden MotoGP-Saison dürfen Werksteams unter bestimmten Voraussetzungen unter dem Open-Format antreten - Einheits-ECU kommt 2016

Auf ihrer Tagung am heutigen Dienstag - zwei Tage vor dem Trainingsauftakt zum MotoGP-Saisonstart in Katar - hat die Grand-Prix-Kommission eine Änderung des Sportlichen Reglements beschlossen. Bisher war es nur Teams, die für die neue Open-Kategorie eingeschrieben sind, erlaubt, pro Saison und Fahrer zwölf Motoren einzusetzen, 24 Liter Sprit pro Rennen zu verbrauchen und den weichen Hinterreifen von Bridgestone einzusetzen. Die Werksteams gingen davon aus, mit massiven Einschränkungen (fünf Motoren pro Saison, 20 Liter Sprit pro Rennen und Verbot des weichen Hinterreifens) auskommen zu müssen.

Nach der beschlossenen Regeländerung gelten die Einschränkungen nur dann, wenn ein Werksteam im Vorjahr keinen Sieg bei trockenen Bedingungen eingefahren hat. Diese Voraussetzung wird von Ducati erfüllt, weshalb die Italiener in der neuen Saison sämtliche Vorzüge der Open-Kategorie (keine Einfrierung der Motoren, Einsatz von zwölf statt fünf Motoren pro Saison, 24 statt 20 Liter Sprit pro Rennen sowie Nutzung des weichen Hinterreifens und der umfangreicheren Testmöglichkeiten) genießen dürfen. Der vor wenigen Wochen beschlossene Wechsel zum Open-Format wäre für Ducati rückblickend also nicht notwendig gewesen.

Einen Passus gibt es aber: Sollten die Ducati-Piloten in der Saison 2014 zusammengerechnet einen Sieg, zwei zweite Plätze oder drei Podestplätze im Trockenen einfahren, dann wird das Spritlimit auf 22 Liter gesenkt. Sollte Ducati drei Saisonsiege einfahren, verliert der Hersteller außerdem das Recht, die weicheren Reifen der Open-Klasse zu verwenden. Was für Ducati in der Saison 2014 gilt, greift ein Jahr später auch für Suzuki. Die Japaner werden zur Saison 2015 auf Vollzeitbasis in die Königsklasse zurückkehren. Die nun verfassten Änderungen im Reglement behalten bis Ende der Saison 2015 Gültigkeit.

Des Weiteren wurde auf der Sitzung der Grand-Prix-Kommission in Doha beschlossen, dass ab der MotoGP-Saison 2016 eine einheitliche elektronische Steuereinheit (ECU) für alle teilnehmenden Teams verpflichtend vorgeschrieben ist. Die derzeit verwirrende Klassensituation innerhalb der Königsklasse hat somit ab 2016 ein Ende. "Die einheitliche ECU und Software ist ab 2016 für alle Teams vorgeschrieben. Alle derzeitigen und zukünftigen Teilnehmer der MotoGP-Klasse müssen bei der Gestaltung und Entwicklung der Einheits-ECU-Software der Meisterschaft behilflich sein", heißt es im Statement der Grand-Prix-Kommission.

Für den Zeitraum der Entwicklung der Einheitssoftware wird eine zugriffsbeschränkte Website eingerichtet, die den Teilnehmern die Überwachung der Software-Entwicklung ermöglicht. Zudem können auf dieser Website Vorschläge und Änderungswünsche platziert werden.

Fotoquelle: Ducati

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