Was kann Stefan Bradl in seiner dritten Saison bei LCR-Honda erreichen?

MotoGP 2014

— 18.03.2014

Druck auf Bradl wächst: Honda erwartet Steigerung

Stefan Bradl steht vor einer entscheidenden Saison: Für einem möglichen Aufstieg innerhalb der Honda-Reihen muss er den Abstand zur Spitze verkürzen

Stefan Bradl steht vor seiner dritten MotoGP-Saison und gleichzeitig vor einer entscheidenden in seiner Karriere. Sein Debütjahr in der Königsklasse beendete Bradl auf Gesamtrang acht. Die vergangene Saison schloss er eine Position weiter vorn ab. Das bisherige Highlight in der MotoGP-Karriere des Deutschen war das Laguna-Seca-Wochenende 2013, als Bradl nach seiner ersten und bisher einzigen Pole-Position auf Platz zwei ins Ziel kam. Es war der bis dato einzige MotoGP-Podestplatz des Moto2-Weltmeisters von 2011.

In diesem Jahr greift der 24-jährige Sohn von Helmut Bradl erneut für das LCR-Honda-Team von Lucio Cecchinello in den Lenker und wird sich laut HRC steigern müssen, um mittelfristig Chancen auf einen möglichen Aufstieg ins Werksteam zu haben. Die Verträge von Marc Marquez und Dani Pedrosa laufen Ende 2014 aus, doch gelingt es Bradl, sich ins Spiel zu bringen? "Vorausgesetzt, ein Fahrer verfügt über gutes Material, dann sieht man in der Regel nach drei Jahren sein volles Potenzial", merkt HRC-Boss Livio Suppo gegenüber 'MCN' an.

Bei Honda erwartet man von Bradl, dass er den Abstand zur Spitze im dritten Jahr verkürzt - allerdings mit Einschränkungen. "Marc muss man außen vor lassen, denn es ist einfach ungewöhnlich, dass ein Fahrer in die MotoGP-Klasse aufsteigt und auf Anhieb so schnell ist", sagt Suppo in Anspielung auf den spanischen Wunderknaben Marquez, der tatsächlich das Kunststück fertig gebracht hat, in seiner Debütsaison in der Königsklasse die WM-Krone an Land zu ziehen.

Bradl fuhr im vergangenen Jahr regelmäßig in den Top 5 mit, doch das genügt Honda nicht. "Auf dem Podest sehen wir ohnehin immer dieselben Gesichter", sagt Suppo mit Verweis auf Marquez, dessen Honda-Teamkollegen Pedrosa und Jorge Lorenzo, den zweimaligen Weltmeister in Diensten von Yamaha. "Die Frage ist nun, ob er die Lücke zu diesen Podestkandidaten schließen kann. Wenn man Vierter wird, aber 20 Sekunden Rückstand hat, dann ist das ein großer Unterschied", merkt der HRC-Boss in Bezug auf Bradl an und verweist darauf, dass es weniger darum gehe, "ihn häufiger auf dem Podium zu sehen als vielmehr um seinen Speed".

Fotoquelle: LCR-Honda

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