MotoGP in Doha: Donnerstag

MotoGP 2014

— 20.03.2014

Lorenzo nur Neunter: Kein Gefühl und keine Haftung

Der Yamaha-Werkspilot tut sich mit den neuen Reifen extrem schwer und fährt beim Trainingsauftakt in Katar hinterher: Eineinhalb Sekunden Rückstand auf die Spitze

Das was sich bei den Vorsaison-Tests andeutete, bewahrheitete sich im ersten Freien Training in Katar: Yamaha und Jorge Lorenzo haben große Probleme mit den 2014er-Reifenspezifikationen von Bridgestone. Die neue Reifengeneration erschwerte Lorenzo bereits in Sepang die Arbeit. Beim zweiten Vorsaison-Test sagte der Spanier am zweiten Tag alle Medien-Termine ab. Und auch beim Auftakt in Katar wirkte der Spanier verärgert. Lorenzo betonte, dass das Gefühl aus Sepang dem in Katar "sehr ähnlich" sei.

Nach dem ersten Kräftemessen am Donnerstag lag der Weltmeister von 2010 und 2012 1,467 Sekunden hinter Markenkollege Aleix Espargaro zurück. Teamkollege Valentino Rossi war etwas mehr als eine Zehntelsekunde schneller als Lorenzo. Die beiden Tech-3-Yamaha-Piloten konnten den Trainingsvorteil des Katar-Tests nutzen, bei dem alle sechs Werkspiloten nicht vertreten waren.

"Pol (Espargaro; Anm. d. Red.) hat mehr oder weniger die gleichen Reifen wie ich und war 0,6 Sekunden schneller. Er demonstrierte, dass man wenigstens so schnell wie er sein kann. Ich hatte seit meinem Debüt in der Saison 2008 nicht wieder so ein schlechtes Gefühl für die Reifen - vor allem in den langgezogenen Kurven", schimpft Lorenzo. "Wenn ich ans Gas gehe, verliere ich das Heck, als hätte ich keine Traktionskontrolle."

"Das Datarecording zeigt aber, dass die Traktionskontrolle sehr stark regelt. Das bedeutet, das Heck hat verglichen mit den bisherigen Reifen keine Haftung - vor allem dann, wenn man in Schräglage beschleunigt. Es ist sehr schwierig, die Rundenzeiten zu verbessern", erklärt der Yamaha-Werkspilot enttäuscht. "Es ist schwierig, weil ich bereits das Gefühl habe, am Limit zu sein."

Nach dem ersten Stint schaute Lorenzo verdutzt auf seinen Hinterreifen, schüttelte mit dem Kopf und diskutierte mit seinem Bridgestone-Ingenieur. "Ich teilte ihm mit, dass ich keine Haftung habe, selbst auf der mittleren Lauffläche des Reifens nicht. Das Gefühl ist nicht mit dem aus dem Vorjahr zu vergleichen", stellt er klar. "Wenn man in die Kurve einbiegt und beschleunigt, hat man keine Haftung."

"Das Heck beginnt mit rutschen und pumpen. Es ist ziemlich gefährlich. Man möchte aggressiv ans Gas gehen, doch wenn der Reifen nach drei oder vier Runden nachlässt, kann das in einem Highsider enden. Es geht nicht nur um die Performance sondern auch um die Sicherheit", warnt der zweifache MotoGP-Champion, der ausspricht, was sich viele Fahrer denken: "Ich denke, jeder hofft, dass wir andere Reifen erhalten."

Honda-Werkspilot Dani Pedrosa war am Donnerstag bester Werkspilot. Der Spanier lag auf Position sechs. "Honda trifft es nicht so sehr, weil sie ein anderes Motorrad haben, das mit einem anderen Fahrstil bewegt werden muss und niedrigere Kurvengeschwindigkeiten fährt. Yamaha trifft es härter", analysiert Lorenzo. "Für meinen Fahrstil ist es ein größerer Nachteil als für Valentinos."

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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