MotoGP in Doha: Donnerstag

MotoGP 2014

— 21.03.2014

Rossi: "Yamaha und Honda zahlen hohen Preis"

Werkspilot Valentino Rossi spricht über die neuen Regeln und die Kräfteverhältnisse beim Saisonauftakt - Benzinlimit ist im Rennen ein Problem

Beim bisherigen Trainingsverlauf in Katar wurde deutlich, dass Yamaha Probleme hat. Die neuen Reifen von Bridgestone und das Benzinlimit bereiten besonders den Werkspiloten Schwierigkeiten. Jorge Lorenzo und Valentino Rossi taten sich schwer, den direkten Einzug ins Q2 zu bewerkstelligen. Fahrer wie Bradley Smith, Alvaro Bautista oder Andrea Iannone behaupten sich überraschenderweise vor den Yamaha-Werkspiloten.

"Es scheint, als ob die Regeländerungen für die Werksteams von Yamaha und Honda problematisch sind", grübelt Rossi nach dem durchwachsenen zweiten Trainingstag. Der großgewachsene Italiener hatte bereits bei einigen Rennen in der vergangenen Saison Schwierigkeiten, mit 21 Litern über die Distanz zu kommen. Durch das neue Limit von 20 Litern wurde der Charakter der Yamaha M1 verändert.

"Durch das Benzinlimit ist das Motorrad ziemlich langsam. Auf den Geraden passiert nichts. Das ist kein gutes Gefühl", erklärt Rossi enttäuscht. "Ich mache mir Sorgen für das Rennen, weil wir am Limit sind. Aleix Espargaro ist der klare Favorit für den Sieg. Er ist der einzige Fahrer, der schnell ist, auch mit dem harten Reifen, der unser weicher Reifen ist. Ich erwarte, dass alle Fahrer im Rennen den gleichen Reifen verwenden."

"Hinter Espargaro sind auch Dovizioso und Iannone mit dem extraweichen Reifen sehr schnell. Wenn sie unseren Reifen verwenden, gibt es acht oder neun Fahrer, die gleich schnell sind. Die Ducati ist mit unserem Reifen auch ziemlich gut, doch Marquez, Pedrosa, Lorenzo, ich und Bradl können ums Podium kämpfen", analysiert Rossi, der im dritten Freien Training langsamer war als Teamkollege Lorenzo. "Dass Lorenzo heute mit einem neuen Reifen schneller war, stimmt mich nicht zufrieden, weil mein Rhythmus etwas besser ist als seiner."

Die Änderungen, die nötig waren, um den Verbrauch der M1 zu reduzieren, erschweren die Aufgabe: "Auf diesem Kurs habe ich ein schlechtes Gefühl. Das Motorrad ist ziemlich langsam und in Sachen Motorbremse und Beschleunigung schwierig zu fahren. Besonders in den hohen Gängen fehlt Leistung. Es ist lange her, als ich so ein langsames Motorrad fuhr."

Die Fans müssen sich noch an die neuen Kräfteverhältnisse in der MotoGP gewöhnen. "Es erinnert mich ein bisschen an die Formel 1, wo die Spitzenfahrer große Probleme haben", vergleicht Rossi. "Doch wir müssen abwarten, was Sonntag passiert. Wenn das Rennen unterhaltsam wird, ist es eventuell der richtige Weg. Die vier Spitzenfahrer aus dem Vorjahr zahlen den höchsten Preis. Yamaha und Honda müssen durch die neuen Regeln einen hohen Preis zahlen."

"Die Ducati ist selbst mit dem harten Reifen sehr stark. Das Motorrad wurde durch die 24 Liter deutlich besser. Espargaro ist beeindruckend. Er fährt sehr gut, ist in einer tollen Verfassung und hat sehr viel Selbstvertrauen. Die 24 Liter sind auf der Geraden vielleicht keine große Hilfe, aber in den Kurven profitiert er von der Motorbremse und der Gasannahme. Das Motorrad lässt sich einfacher fahren, aber er verdient es, weil er verdammt schnell ist", so Rossi.

Fotoquelle: FGlaenzel

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