MotoGP in Doha: Donnerstag

MotoGP 2014

— 21.03.2014

Lorenzo schimpft über Open-Reglement

Der Yamaha-Werkspilot tut sich schwer, die momentanen Kräfteverhältnisse zu akzeptieren und hofft auf baldige Änderungen im Reglement und bei den Reifen

Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo kann die hohen Erwartungen momentan nicht erfüllen. Der Spanier fährt seit der Einführung der neuen Bridgestone-Reifen hinterher. In Katar wird Lorenzo zudem vom Trainingsrückstand eingebremst, den alle Werkspiloten haben. Nach den drei ersten Freien Trainings liegt der Yamaha-Pilot nur auf Position sieben. Zu Open-Pilot Aleix Espargaro fehlen mehr als sieben Zehntelsekunden.

"Die Open-Bikes haben einen zu großen Vorteil, wie ich bereits vor zwei Monaten feststellte. Es war nötig, für die Fans eine bessere Show zu erzeugen, doch in der Zukunft sollte die Meisterschaft ausgeglichener sein. Ich denke, das sollte das Ziel sein", kritisiert Lorenzo. "Die Hersteller investieren Millionen von Euros und werden momentan von Nicht-Werksteams besiegt, die deutlich weniger investieren. Es ist schwierig, das zu verstehen."

"Doch ich möchte die Leistung von Aleix nicht schmälern. Viele Fahrer treten in der Open-Kategorie an und er ist der schnellste. Er befindet sich in einer guten Form. Doch wie ich bereits sagte, die Open-Klasse hat zu viele Vorteile", analysiert der Weltmeister von 2010 und 2012. "Sie haben durch den weichen Reifen einen Vorteil von 0,5 oder 0,6 Sekunden. Doch was mich richtig besorgt ist ihr Renntempo. Aleix und Iannone waren mit unserem Reifenschneller als wir. Es ist schwierig, das nachzuvollziehen. Durch das zusätzliche Benzin lässt sich das Motorrad vermutlich einfacher fahren."

"Ich hoffe, dass sich die Reifen schnellstmöglich ändern, weil das Motorrad konkurrenzfähig ist und dem aus dem Vorjahr ähnelt. In Australien war es perfekt, doch mit dem Reifen aus Sepang ist es viel schwieriger", vergleicht der Vizeweltmeister von 2013. Um die Reifen zu ändern muss die Sicherheits-Kommission einstimmig dafür abstimmen. Lorenzo ist der Meinung, die 2014er-Pneus gefährden die Sicherheit und verweist auf die Stürze der Tech-3-Piloten.

"Meine Leistungen enttäuschen mich, doch was mir Sorgen macht sind die Stürze von Pol (Espargaro; Anm. d. Red.) und Bradley (Smith). Ich konnte die Aufzeichnungen nicht sehen, aber Highsider sind mit diesen Motorrädern sehr ungewöhnlich. Die Performance ist wichtig, wir sind aber langsamer als mit dem Reifen aus dem Vorjahr. Doch die Sicherheit macht mir Sorgen."

"Ich hoffe auf einen Reifen, der mit der Honda, Ducati und Yamaha funktioniert, damit alle zufrieden sind. Sie sollten sicher sein und ein gutes Gefühl vermitteln. Das wäre die ideale Situation. Ich versuche, mit den anderen Fahrern die Situation zu ändern", so Lorenzo.

Fotoquelle: FGlaenzel

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.