MotoGP in Doha: Donnerstag

MotoGP 2014

— 23.03.2014

Dovizioso ärgert sich: "Ohne diesen kleinen Fehler..."

Wie im Vorjahr holt sich Ducati-Pilot Andrea Dovizioso im Qualifying zum Grand Prix von Katar den vierten Startplatz - Komplett zufrieden ist der Italiener nicht

Erste vorsichtige Anzeichen der Hoffnung für die Ducati-Fans: Andrea Dovizioso fuhr am Samstag in Doha im ersten Qualifying mit der Desmosedici GP14 auf den vierten Startplatz. Damit steht der Italiener beim Rennstart am Sonntagabend 22:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MEZ) auf exakt demselben Startplatz, den er bereits vor genau einem Jahr innehatte.

Doch nicht nur die Position an sich, vor allem auch der geringe Rückstand auf die Spitze lassen hoffen. Fehlten Dovizioso im Katar-Qualifying 2013 noch 0,446 Sekunden auf die Pole-Zeit von Jorge Lorenzo (Yamaha), so verpasste "Dovi" diesmal die Marke des Polesetters - Honda-Pilot Marc Marquez - um lediglich 0,137 Sekunden. Der Fortschritt liegt nicht zuletzt im weichen Hinterreifen begründet, den Ducati dank der vor wenigen Tagen verfassten Regeländerung verwenden darf. Für die Werksteams von Honda und Yamaha ist der weiche Hinterreifen tabu.

Wie beurteilt Dovizioso das erste Qualifying unter den neuen Voraussetzungen? "Es war sehr schwierig, unter 1:55 Minuten zu kommen. Mit dem ersten Reifen war ich absolut am Limit und hatte Angst, dass mir keine richtig gute Rundenzeit gelingen würde. Auf meiner zweiten Runde fuhr ich dann aber eine gute Zeit. Ohne diesen kleinen Fehler in Kurve 12 wäre ich wohl mindestens auf Platz zwei gefahren. Das ärgert mich", so der Ducati-Pilot.

Fahrfehler auf der schnellsten Runde

Was genau lief in Kurve 12, der ersten von drei aufeinanderfolgenden Rechtskurven im dritten Sektor, schief? "Ich war absolut am Limit. In Kurve 12 war ich einen Tick zu spät auf der Bremse. Das eigentliche Problem war, dass ich zu weit links war und so die normale Linie nicht halten konnte. Ich musste einen weiten Bogen fahren und war dadurch im Scheitelpunkt der Kurve etwas zu langsam. Wir sprechen hier von einer Zehntelsekunde, doch genau diese hat am Ende den Unterschied ausgemacht", hadert Dovizioso.

"Die zweite Startreihe ist aber wirklich gut für uns, vor allem, weil zehn oder zwölf Fahrer einen ganz ähnlichen Rhythmus fahren und eng beisammen liegen", stellt der Ducati-Pilot die positiven Aspekte des ersten Qualifyings der neuen Saison heraus und unterstreicht in Bezug auf die Leistungsdichte: "Es ist schon recht eigenartig, zwölf Fahrer innerhalb von 0,4 Sekunden zu sehen."

Für den Rennsonntag rechnet "Dovi" mit größeren Abständen. "Ich gehe davon aus, dass es im Rennen ein bisschen anders aussehen wird. Wie man die Rundenzeit erreicht, wird über 22 Runden den Unterschied ausmachen. Ich fürchte, das ist unsere Schwachstelle. Das ist aber normal", deutet der Ducati-Pilot deutlich, dass der weiche Hinterreifen über die Distanz keine Option sein dürfte.

Gedämpfte Erwartungen an das Rennen

Ein weiteres Problem, mit dem sich Ducati auch mit der GP14 herumschlägt. "Wir haben im Vergleich zum Vorjahr gute Fortschritte erzielt. Doch das Motorrad lenkt immer noch nicht richtig ein. Das wird im Rennen den Unterschied ausmachen. Daran können wir nichts ändern, doch wir sind schneller geworden und können nun schneller in die Kurven hineinfahren und härter in die Bremsen gehen. Darüber bin ich froh, aber das Rennen wird schwierig werden."

"Mein Gefühl sagt mir, dass wir die Chance haben, deutlich schneller zu fahren als im vergangenen Jahr. Was die Position betrifft, dürfte es aber schwierig werden", meint Dovizioso, der das Auftaktrennen der MotoGP-Saison 2013 auf Platz sieben abschloss. Eine ähnliche Platzierung sei nach Aussage des Italieners auch diesmal realistisch: "Wir sind nicht in der Lage zu kämpfen. Wir können eine gute Rundenzeit hinlegen, aber ich kann nicht sonderlich aggressiv fahren, kann mit den anderen Fahrern nicht richtig kämpfen. Ich kann nur versuchen, konstant zu fahren."

Fotoquelle: Ducati

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