Nach drei Jahren auf der Tech-3-Yamaha hat Cal Crutchlow auf die Ducati umgesattelt

MotoGP 2014

— 23.03.2014

Fahrstil: Crutchlow sucht die Kombination Lorenzo/Marquez

Ducati-Neuzugang Cal Crutchlow über die schwierige Umstellung von der Yamaha M1 auf die Ducati Desmosedici GP14: Lorenzo-Stil funktioniert nicht mehr

Nach drei Jahren im Sattel einer Yamaha sitzt Cal Crutchlow in dieser Saison erstmals auf einer Ducati. Im Zuge seiner Umstellung von der agilen M1 auf die schwerfällige Desmosedici GP14 gesteht der Brite offen, dass er noch nicht vollständig verstanden hat, wie das italienische Bike zu fahren ist.

"Es ist einfach ein anderes Motorrad. Mir wurde drei Jahre lang eingebleut, so zu fahren wie Lorenzo, der wahrscheinlich der beste Fahrer ist", sagt Crutchlow und schiebt hinterher: "Weil mein Crewchief Daniele (Romagnoli; Anm. d. Red.) früher mit Lorenzo zusammengearbeitet hat, fahre ich inzwischen wie Lorenzo, auch wenn es von außen betrachtet nicht so aussieht. Ich bewege mich mehr auf dem Motorrad."

"Doch wie ich inzwischen früher bremse, wie ich die Bremse loslasse und wie ich das Gas aufdrehe, das alles ist so wie es Lorenzo macht", erklärt Crutchlow, hat allerdings ein Problem: "Mit der Ducati funktioniert das nicht." Demzufolge sieht sich der 28-jährige Brite nun der Herausforderung gegenübergestellt, sich erneut umstellen zu müssen.

Crutchlow beginnt von vorn und nimmt Ducati in die Pflicht

"Ich muss also von vorn beginnen und vielleicht probieren, so wie Marc zu fahren. Ich habe aber keine Referenz. Ich möchte meinen Fahrstil eigentlich nicht ändern, denn ich glaube, dass Lorenzo einer der Besten ist. Vielleicht muss ich einen Mittelweg finden", sinniert der Ducati-Neuzugang über seine Bemühungen, für die GP14 einen Fahrstil zu finden, der die Vorteile der Stile von Weltmeister Marquez (Honda) und Vize-Weltmeister Lorenzo (Yamaha) in sich vereint.

Doch mit einer Anpassung des Fahrstils ist es nicht getan, wie Crutchlow betont: "Sie müssen mir auch das Motorrad entsprechend umbauen", nimmt er die Ducati-Rennabteilung rund um Neuzugang Gigi Dall'Igna in die Pflicht und präzisiert: "Sie sagen mir, dass meine aktuelle Kurvengeschwindigkeit zu hoch sei. Dabei liegt diese immer noch unter den Kurvengeschwindigkeiten der Yamaha und der Honda. Sie müssen also das Motorrad in diesem Bereich verbessern anstatt mir zu sagen, ich solle in den Kurven langsamer fahren."

"Ich sage nicht, dass alle Motorräder gleich sein müssen. Aber um mit den anderen Jungs mitzuhalten, muss ich in der Lage sein, das zu machen, was sie machen", bemerkt Crutchlow und unterstreicht abschließend erneut: "Es ist schwierig, alles richtig zu verstehen."

Fotoquelle: Ducati Corse

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