Marc Marquez gewann seinen siebten Grand Prix in der Königsklasse

MotoGP 2014

— 25.03.2014

Suppo: "Marc überrascht einen immer wieder"

Nach dem sagenhaften Sieg in Katar schwärmt Honda in den höchsten Tönen von Marc Marquez - Allerdings enden in diesem Jahr die Verträge von ihm und von Repsol

Der Weltmeister hat gleich im ersten Saisonrennen seine Klasse untermauert. Dabei hatte sich Marc Marquez vor rund sechs Wochen das rechte Bein gebrochen und saß daheim, während die Konkurrenz fleißig testete und sich für den Auftakt in Katar in Form brachte. Vor dem Rennwochenende meinte der Spanier, dass er ein solides Ergebnis holen möchte. Vom Sieg wollte er nicht sprechen, denn durch das neue Reglement gab es viele Fragezeichen. Im Training steigerte sich Marquez Schritt für Schritt und meldete sich im entscheidenden Qualifying erstmals an der Spitze.

Als Aleix Espargaro die entscheidenden Fehler machte, war Marquez zur Stelle. Im engen Feld hatte er die entscheidenden Tausendstelsekunden auf seiner Seite. Dennoch war er vor dem Rennen zurückhaltend, denn er wusste nicht, wie sich sein Bein über die Renndistanz verhalten würde. Zumindest in den Trainings traten größere Schmerzen als erwartet auf. Im Rennen ließ sich der 21-Jährige nichts davon anmerken. In einem elektrisierenden Duell mit Valentino Rossi behielt er die Oberhand und holte sich den Sieg.

"Immer wenn man denkt, man hat alles von Marc gesehen, dann überrascht er dich mit Leistungen wie in Katar: Pole-Position und Sieg", bringt es Honda-Teammanager Livio Suppo bei der 'AS' auf den Punkt. "Es ist wirklich unglaublich und ich weiß nicht, wo er diese Stärke hernimmt. Im Rennen hat er auch als einziger Fahrer den härteren Reifen eingesetzt." Trotz der Fragezeichen vor dem Rennwochenende war sich Suppo sicher, dass Marquez eine starke Leistung zeigen würde.

Honda kann sich auf sein Aushängeschild verlassen. "Er hat so ein großes Potenzial, dass ich mir sicher war, dass er bestimmt nicht schlechter als Vierter werden würde. Es stimmt, dass viele Leute gestürzt sind, aber Marc ist ein unglaubliches Wochenende gefahren." Einmal mehr hat der Youngster gezeigt, welchen Wert er für Honda hat. Sein Vertrag läuft in diesem Jahr aus. Auch der Vertrag von Hauptsponsor Repsol endet mit Jahresende.

Auf die Honda-Manager kommen interessante Verhandlungen zu. Marquez zu halten hat oberste Priorität. Sein Verbleib ist auch sehr wahrscheinlich, doch zu welchem Preis? "Es wäre verrückt, den Vertrag mit so einem Fahrer nicht zu verlängern. Unsere Beziehung mit Marc ist gut. Er fühlt sich bei Honda wohl und Honda ist sehr zufrieden mit ihm", so Suppo. "Deshalb gehe ich davon aus, dass wir zusammenbleiben werden."

Bleibt Pedrosa? Kommt Lorenzo?

Die große Frage betrifft das zweite Werksmotorrad. Darf Dani Pedrosa bleiben? Oder wirft Honda seine Angel nach Jorge Lorenzo aus? 2012 endeten Verhandlungen mit dem Yamaha-Werksfahrer erfolglos. Suppo gibt sich zurückhaltend und lässt sich nicht in die Karten blicken. "Es ist noch zu früh, um über den Fahrermarkt zu sprechen. Dani hatte eine sehr gute Saison im Vorjahr und ich bin mit dem Team sehr zufrieden. Er ist sehr stark und ausbalanciert." Auch der Vorfall in Aragon hat die Chemie im Team nicht verändert.

Damals fuhr Marquez seinem Teamkollegen unabsichtlich einen Sensor der Traktionskontrolle ab. Pedrosa stürzte und verlor wichtige WM-Punkte. "Wir konnten die Situation beilegen, denn unsere beiden Fahrer respektieren sich sehr", erinnert Suppo an den vergangenen Herbst. Persönlich möchte ich diese Balance nicht anrühren. Ich kann mir kein besseres Team als das gegenwärtige vorstellen, denn beide sind stark und kämpfen um den WM-Titel."

Mit dem WM-Titel im Rookie-Jahr und dem gewonnenen Rad-an-Rad-Duell gegen Rossi, hat Marquez gezeigt, dass er auf dem besten Weg ist, der ganz große neue Superstar der MotoGP zu werden. Dennoch hat Rossi die Latte sehr hoch gelegt. "Es ist immer sehr schwierig, zwei Fahrer zu vergleichen. Valentinos Karriere begann vor 19 Jahren und er hat mit Ausnahme seiner Ducati-Zeit in jedem Jahr gewonnen. Diese 19 Jahre einer beispiellosen Karriere sind kaum mit einem anderen Fahrer zu vergleichen", meint Suppo diesbezüglich.

Fotoquelle: FGlaenzel

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