Valentino Rossi und Marc Marquez verwendeten unterschiedliche Reifen

MotoGP 2014

— 26.03.2014

Bridgestone: Einige Überraschungen beim Saisonauftakt

Beim ersten Rennen der neuen Saison in Katar kommen alle drei Mischungen zum Einsatz: Bridgestone zeigt sich sehr zufrieden mit den 2014er-Reifen

Die neue Reifengeneration von Alleinausrüster Bridgestone kam bei den Fahrern nur bedingt gut an. Bei den Vorsaison-Tests kritisierten nahezu alle Piloten die 2014er-Konstruktion, die auf der hitzeresistenten Spezifikation aus dem Vorjahr basiert. Die Karkasse der neuen Pneus ist härter. Zudem bieten die Laufflächen besonders in Schräglage weniger Haftung. Fahrer mit einem weichen Fahrstil leiden stärker als Piloten, die weniger Zeit in maximaler Schräglage verbringen.

Beim Saisonauftakt in Katar konnte man im Rennen einige Stürze übers Vorderrad beobachten. Stefan Bradl, Jorge Lorenzo, Andrea Iannone und Alvaro Bautista vergaben mögliche Spitzenpositionen durch Stürze und gaben den Reifen eine Teilschuld. Bridgestone reagierte nicht auf diese Kritik und zieht ein positives Fazit. Bridgestone-Motorsport-Entwicklungschef Shinji Aoki zeigt sich sehr zufrieden, vor allem weil Katar mit der geringen Haftung, dem hohen Abrieb und den niedrigen Streckentemperaturen zu den schwierigsten Kursen im Kalender gehört.

"Bedenkt man die schwierigen Bedingungen, hatte ich das Gefühl, dass die 2014er-Spezifikation ein gutes Debüt feierte. Zudem wurde das Spektakel - vor allem im Qualifying - durch den weichen Hinterreifen zusätzlich gesteigert", freut sich Aoki, der die Kritik der Fahrer gelassen sieht: "In der Vorsaison gibt es immer eine Phase, in der sich alle an die neuen Reifen gewöhnen müssen. Doch ich denke, dass die Leistungen, die wir in Katar beobachten konnten, der Beweis für die harte Arbeit der Teams und Fahrer in der Vorsaison waren."

Die weiche Hinterreifen-Option wurde von den Open-Fahrern vor allem im Qualifying genutzt, um näher an die reinen Prototypen heranzukommen. Doch auch im Rennen vertrauten einige Fahrer auf den weichen Hinterreifen. "Der weiche Hinterreifen wurde im Rennen von sieben Fahrern verwendet", erklärt Aoki stolz. "Dazu zählten alle Fahrer, die eine Honda RCV1000R einsetzen. Sowohl Scott Redding als auch Nicky Hayden, die das Rennen auf den Positionen sieben und acht beendeten, waren bei ihren schnellsten Runden nur 0,8 Sekunden langsamer als die beste Runde im Rennen."

"Die Open-Fahrer waren in den ersten drei Sektoren sehr nah dran und verloren verglichen mit den Werksmaschinen nur im letzten Sektor, wo Spitzenleistung gefragt ist", analysiert der Bridgestone-Mitarbeiter. Die Factory-Fahrer waren sich bei der Reifenwahl so gut wie komplett einig und setzten auf den mittleren Hinterreifen. Lediglich Sieger Marc Marquez vertraute auf den harten Pneu.

"Die persönlichen Vorstellungen spielen bei der Reifenwahl eine wichtige Rolle. Es geht darum, wie man die entsprechenden Vorteile der jeweiligen Optionen maximieren kann", begründet Aoki. "Als er im vierten Freien Training den harten Hinterreifen probierte, spürte Marc, dass diese Option konstante Performance und bessere Haftung auf der mittleren Lauffläche bietet. Dadurch konnte er gut aus den Kurven herausbeschleunigen"

"Die gleichbleibende Leistungsfähigkeit und die bessere Traktion passten gut zu Marcs Fahrstil und waren ihm im Rennen eine Hilfe", schildert der Bridgestone-Reifenexperte. "Im Vergleich dazu, bot die mittlere Mischung ein besseres Aufwärmverhalten, was den Fahrern in den ersten Runden half. Doch dafür war die Haltbarkeit nicht so gut."

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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