Bridgestone war etwas überrascht, dass einige Fahrer so große Probleme hatten

MotoGP 2014

— 27.03.2014

Bridgestone willigt ein: Neue Reifen ab Le Mans

Der MotoGP-Reifenlieferant reagiert auf die Kritik der Fahrer und stellt ab Le Mans neue Reifen bereit, die mehr Haftung auf der Flanke haben sollen

Seitdem Bridgestone ab dem zweiten Sepang-Test ausschließlich die 2014er-Reifen zur Verfügung stellte, ernteten die Japaner regelmäßig Kritik. Vor allem die Yamaha-Werksfahrer taten sich mit der neuen Spezifikation schwer und kritisierten die Haftung in maximaler Schräglage. Besonders Ex-Weltmeister Jorge Lorenzo schimpfte ständig und war mit den neuen Reifen alles andere als zufrieden.

Bridgestones Intention war, einen widerstandsfähigeren Reifen anzubieten, der den gestiegenen Anforderungen gerecht wird. In den vergangenen Jahren mussten die Reifen immer größere Belastungen verarbeiten. Durch die 1.000er wuchs das Drehmoment an. Parallel wurden die Maschinen immer schwerer. Das Mindestgewicht wurde in den vergangenen Jahren immer wieder angehoben. Bridgestone sah sich gezwungen, die hitzeresistenten Mischungen zum Standard-Programm zu ernennen.

Doch damit waren die Fahrer nicht zufrieden, was Bridgestone etwas überraschte. "Womit wir definitiv nicht gerechnet haben: Dass sich diese relativ kleine konstruktive Änderung auf den Low-Grip-Pisten so stark auswirkt. Besonders bei Fahrern wie Lorenzo, der halt mit extrem viel Schräglage fährt. Das haben wir unterschätzt", gesteht Bridgestone-Koordinator Thomas Scholz im Gespräch mit der 'Speedweek'.

Doch Bridgestone hielt an der neuen Spezifikation fest. Ein Wechsel zum 2013er-Pneu wäre logistisch zu kompliziert gewesen. Dennoch reagiert man ab Le Mans auf die Kritik der Fahrer: "Diese konstruktive Änderung , die wir bisher nur für die harten Hinterradreifen gemacht haben, die machen wir jetzt auch für die Medium-Mischungen. Wir werden dort auf der Seitenflanke durch eine geänderte Konstruktion und eine geänderte Gummimischung mehr Grip im Edge-Bereich erzeugen", erklärt Scholz.

"Wir werden also auf den Pisten mit wenig Grip neue Medium-Mischungen bringen, die mehr Grip haben", fügt Scholz hinzu und nimmt Stellung zu Lorenzos Kritik: "Das haben wir dem Herrn Lorenzo beim Australien-Test von 3. bis 5. März sehr deutlich vorgebetet." Dennoch kritisierte der Yamaha-Werkspilot beim Saisonauftakt in Katar die Reifen erneut. Scholz und Bridgestone sind vom ehemaligen Weltmeister entsprechend enttäuscht.

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.