Carmelo Ezpeleta wünscht sich bei den Reifen mehr Variationsmöglichkeiten

MotoGP 2014

— 31.03.2014

Ezpeleta über Reifen: "Auch andere Firmen haben Interesse"

Der Dorna-Chef ist mit den MotoGP-Einheitsreifen von Bridgestone nur bedingt zufrieden und erhöht den Druck auf die Japaner

Bridgestone ist seit der Saison 2009 Alleinausrüster der MotoGP. In den vergangenen Jahren wurden die Reifen der Japaner immer wieder kritisiert. Anfangs sorgte das tückische Aufwärmverhalten für Beschwerden, später fühlten sich einige Hersteller benachteiligt. In dieser Saison wurde Bridgestone von Yamaha kritisiert, weil die 2014er-Reifen zu wenig Haftung auf der Flanke haben.

Ende der Saison läuft der Vertrag mit der MotoGP aus. Momentan verdichten sich die Anzeichen, dass Bridgestone 2015 noch ein Jahr lang Alleinausrüster bleibt und ein Jahr später andere Hersteller dazustoßen. "Bridgestone denkt momentan über das zukünftige Engagement in der MotoGP nach und befindet sich bezüglich eines Reifenausrüster-Vertrages in Gesprächen mit der Dorna", heißt es in einem Statement von Bridgestone. "Da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, kann man Berichte über bereits getroffene Entscheidungen für die Situation nach der Saison 2014 als reine Spekulationen werten."

Doch Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta ist alles andere als zufrieden. Das Einheitsreifen-System wird seiner Meinung nach momentan nicht besonders gut umgesetzt. Ezpelete wünscht sich mehr Reifen und eine größere Anzahl unterschiedlicher Mischungen, um den Wünschen der Fahrer besser gerecht zu werden. Bridgestone bietet pro Rennwochenende nur zwei verschiedene Mischungen an, um den logistischen Aufwand zu limitieren.

In der vergangenen Saison funktionierte aber im Normalfall nur die weichere Mischung. Somit mussten sich Fahrer und Teams auf einen Reifen konzentrieren und das Motorrad perfekt auf den Reifen abstimmen. "Ich bin völlig überzeugt, dass wir eine Firma finden können, die unter dem Einheitsreifensystem eine größere Vielfalt anbietet", bemerkt Ezpeleta im Gespräch mit der 'Speedweek'.

Dass Michelin, Pirelli, Dunlop oder andere Hersteller bereits in der kommenden Saison dazustoßen, hält Ezpeleta für unwahrscheinlich. "Für die nächste Saison wird für einen neuen Reifenlieferanten die Zeit zu knapp", grübelt der Spanier und fügt hinzu: "Aber es ist kein Geheimnis, dass alle anderen Firmen für die Zukunft auch Interesse haben."

Fotoquelle: FGlaenzel

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