Jorge Lorenzo hat vor dem Rennen in Argentinien nur sechs WM-Punkte

MotoGP 2014

— 23.04.2014

Schwantz: Marquez ist für Lorenzos Formtief verantwortlich

Der Weltmeister von 1993 ist überzeugt, dass Lorenzos Frühstart auf ein mentales Problem zurückzuführen ist und Marquez immer mehr Selbstvertrauen gewinnt

Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo ist nach den beiden ersten Saisonrennen bereits 44 Punkte von Weltmeister Marc Marquez entfernt und dadurch weit vom Gewinn der Fahrerwertung entfernt. Der sonst so nervenstarke Spanier hat sowohl in Katar als auch in Texas Nerven gezeigt. Beim Saisonauftakt stürzte Lorenzo in der ersten Runde. In Austin war das Rennen bereits vor dem Erlöschen der Startampel verloren, da der Weltmeister von 2010 und 2012 viel zu zeitig startete und durch die Durchfahrtsstrafe ein gutes Ergebnis vergab.

Doch warum leistet sich Lorenzo so viele Fehler? Ex-Weltmeister Kevin Schwantz ist überzeugt, dass die Dominanz von Marquez für Lorenzos Missgeschicke verantwortlich ist. "Marc spuckt seit dem Sturz in Katar in Lorenzos Kopf herum. Marc gewann das Rennen. Lorenzo beobachtet einen jungen Fahrer, der nach seinem Beinbruch nicht komplett fit ist und dennoch dominiert", wird Schwantz von 'Motor Cycle News' zitiert.

"Wenn Marc wieder richtig fit ist, wird es für die anderen Fahrer noch schwieriger. Er lernt auf so einem hohen Niveau und bleibt auf dem Motorrad sitzen, wenn ich kurz vor dem Abflug wäre. Nichts beunruhigt ihn. Solange er sich nicht verletzt, wird ihn nichts aus der Ruhe bringen", ist Schwantz überzeugt und geht davon aus, dass sich der 21-jährige Spanier momentan unbesiegbar fühlt.

Laut Schwantz sollten die Herausforderer versuchen, in den Kopf von Marquez zu gelangen. "Wenn ich Lorenzo oder Pedrosa wäre, würde ich ihn in jeder Trainingssitzung attackieren. Ich würde innen hineinbremsen und ihn auf die Randsteine hinaus drängen, um zu versuchen, in seinen Kopf zu gelangen", erklärt Schwantz. "Momentan denkt er an niemanden. Was Lorenzo beim Start in Texas gemacht hat, lag zu 100 Prozent an Marc Marquez."

Mit zwei Siegen in zwei Rennen hat Marquez bisher einen perfekten Start in die Saison gehabt. Droht nun Langeweile? "Wenn er mehr Selbstvertrauen und Fitness erlangt, wird er allen anderen Fahrern in den Hintern treten. Er wirkt so selbstsicher. Ich habe mit Wayne Rainey gesprochen. Marc fühlt sich bei 110 Prozent wohl. Er ist nicht so ein Fahrer, der bei 90 oder 95 Prozent fährt und sich dann sagt: 'Ich brauch jetzt eine Qualifying-Runde über dem Limit.' Marc gibt in jeder Runde 110 Prozent und ist am Limit. Sowas habe ich noch nie gesehen", so Schwantz.

Fotoquelle: FGlaenzel

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