MotoGP in Termas de Rio Hondo: Freitag

MotoGP 2014

— 27.04.2014

Lorenzo: "Der schönste dritte Platz meiner Karriere"

Jorge Lorenzo schafft erstmals in der Saison 2014 den Sprung aufs Podium und ist damit extrem zufrieden - Trotzdem sieht der Spanier noch Steigerungspotenzial

Die schwierigen Wochen haben für Jorge Lorenzo vorerst ein Ende. In Argentinien fuhr der Yamaha-Pilot sein erstes Podium der MotoGP-Saison 2014 ein. Beim Saisonauftakt in Katar war der Spanier gestürzt, in Austin ruinierte ein Frühstart sein Rennen. Auf der neuen Strecke in Termas de Rio Hondo lieferte der viermalige Weltmeister nun erstmals in dieser Saison eine fehlerfrei Vorstellung ab und wurde dafür mit dem dritten Platz belohnt.

"Es ist vielleicht der schönste dritte Platz meiner MotoGP-Karriere, denn ich habe zuletzt zwei große Fehler gemacht", sagt Lorenzo, der einige kritische Wort an die Medien hinterherschickt: "Einige Journalisten waren zu kritisch. Es ist wahr, dass ich Fehler gemacht habe, aber in den vergangenen Jahren hatte ich einige sehr gute Rennen."

"Wir haben gezeigt, dass wir selbst in dieser schwierigen Phase mit den beiden Jungs (Marquez und Pedrosa; Anm. d. Red.) kämpfen können, und ich denke, dass wir weiter so pushen müssen. Wenn unser Moment kommt, dann werden wir versuchen einige Rennen zu gewinnen."

Überraschend lange vorne

Einen ersten Schritt aus der Krise hat Lorenzo bereits gemacht. Allerdings weiß der Spanier auch, dass er sich keine weiteren Fehler mehr erlauben darf: "Es war ein sehr heikles Rennen, denn bei einem weiteren Fehler wäre die Kritik noch lauter geworden. Ich musste mich also besonders beim Start extrem konzentrieren."

"Ich habe einen guten Start hingelegt und Marquez überholt. Das Problem war, dass ich danach zu spät bremste und von der Ideallinie abkam. So verlor ich den ersten Platz wieder. Aber ich wollte mir den ersten Platz zurückholen und meine Pace halten. Das habe ich auch geschafft. Ich hätte nicht erwartet, dass ich so lange in Führung bleiben würde."

"Letztendlich hat Marquez mich dann aber überholt. Ich hätte nicht erwartet, dass Dani am Ende des Rennens so stark sein würde. Ich versuchte den zweiten Platz zu halten, aber es war unmöglich, Dani war zu stark. Da habe ich lieber den dritten Platz sicher nach Hause gebracht", erklärt Lorenzo.

Lorenzo will sich weiter verbessern

Trotzdem weiß der 26-Jährige, dass sein Motorrad der Honda von Marquez und Pedrosa noch immer unterlegen ist. Wie will Yamaha diesen Rückstand nun aufholen? "In diesem Jahr ist es wegen den eingefrorenen Motoren-Entwicklung schwieriger", erklärt Lorenzo und ergänzt: "Wir können also den Motor nicht verbessern, aber zum Beispiel die Elektronik oder das Chassis."

"Ich hoffe, dass Yamaha etwas Neues bringt, denn sie arbeiten sehr sehr hart. Ich werde versuchen mich selbst und meinen Fahrstil zu verbessern. Ich denke, dass wir noch stärker als heute sein können", sagt Lorenzo und fügt abschließend hinzu: "Uns fehlen mehr oder weniger die gleichen Dinge wie im vergangenen Jahr und vielleicht sogar noch etwas mehr."

"Außerdem kann ich meine physische Verfassung noch etwas verbessern, die ist momentan nicht perfekt. Das Motorrad gibt uns nicht die Chance noch etwas später zu bremsen und uns fehlt etwas Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit." Möglicherweise kann Yamaha ja bereits beim kommenden Rennen in Jerez einen weiteren Schritt nach vorne machen.

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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