MotoGP in Jerez: Donnerstag

MotoGP 2014

— 02.05.2014

Jerez: Marquez im zweiten Training Schnellster

Bei heißen Bedingungen fährt Marc Marquez im zweiten Freien Training Bestzeit, Tagesschnellster in Jerez ist Aleix Espargaro - Stefan Bradl Achter

Der Europa-Auftakt in Spanien begann bei Sonnenschein und besten Bedingungen. Allerdings brannte die Sonne über dem wolkenlosen Himmel auf Jerez de la Frontera herab. Im Nachmittagstraining kletterte die Asphalttemperatur auf über 50 Grad. Die Fahrer setzten im zweiten Freien Training deshalb tendenziell auf die härteren Reifen, wodurch die Rundenzeiten auch etwas langsamer als im Vormittagstraining waren.

Weltmeister Marc Marquez (Honda) stellte im zweiten Freien Training die Bestzeit in 1:39.757 Minuten auf. Am Vormittag war ein anderer Spanier aber schneller: Aleix Espargaro (Forward-Yamaha) wurde im ersten Training in 1:39.357 Minuten gestoppt. Das war die schnellste Zeit des Tages. Aleix Espargaro fuhr diese Zeit mit dem Hinterreifen extra-soft, der an diesem Wochenende den Open-Fahrern und Ducati zur Verfügung steht.

Aleix Espargaro war aber auch am Nachmittag schnell, denn er war nur um zwei Zehntelsekunden langsamer als Marquez und belegte Platz zwei. Für Marquez war es fast ein problemloser Tag. Als er nach Ablauf der Zeit einen Start üben wollte, ging der Motor seiner Honda aus. Vor allem in der Schlussphase des Nachmittagstrainings kam es zu mehreren Zwischenfällen. Aufgrund des heißen Asphalts gingen die Fahrer reihenweise zu Boden.

Hiroshi Aoyama (Aspar) und Hector Barbera (Avintia-Kawasaki) flogen ins Kiesbett. Am heftigsten erwischte es Bradley Smith in Kurve elf. Seine Yamaha überschlug sich im Kiesbett mehrfach und trug schwere Schäden davon. Auf die Tech-3-Mechaniker wartete viel Arbeit. Zurück zu den Zeiten: Am Nachmittag konnten von den Top 10 nur Marquez, Andrea Dovizioso (Ducati), Valentino Rossi (Yamaha) und Andrea Iannone (Pramac-Ducati) ihre Zeiten verbessern.

Dovizioso brachte das auf Rang drei, gefolgt von den beiden Yamaha-Werksfahrern Rossi und Jorge Lorenzo. Die beiden Spanier Dani Pedrosa (Honda) und Alvaro Bautista (Gresini-Honda) folgten auf den Plätzen sechs und sieben. Stefan Bradl (LCR-Honda) kam auf Rang acht. Auch für ihn stand im zweiten Training die Arbeit mit den härteren Reifen mit Blick auf das Rennen am Sonntag im Mittelpunkt. Iannone und Nicky Hayden (Aspar-Honda) komplettierten die Top 10.

Das Streckenlayout von Jerez kommt den Open-Fahrern entgegen, denn es gibt keine lange Gerade, wo das Leistungsdefizit der Motoren ins Gewicht fallen würde. So fehlte Hayden nur eine Sekunde auf die Zeit von Marquez. Für Ducati ist Michele Pirro mit einer Wildcard am Start. Für den Italiener lief es am Freitag deutlich besser als zuletzt in Argentinien, denn er kam am Nachmittag auf Rang zwölf.

Cal Crutchlow ist nach seiner Handverletzung wieder dabei. Er drehte auch am Nachmittag 16 Runden mit seiner Desmosedici und legte auch zu. Allerdings landete der Brite nur an der 15. Stelle. Nach den Trainings gibt es wieder medizinische Checks. Sollten die Schmerzen und vor allem auch die Gefahr für andere Fahrer zu groß sein, würde sich Crutchlow gegen einen Start entscheiden.

In der kombinierten Zeitenliste beider Trainings, die für das Qualifying entscheidend ist, befinden sich derzeit Smith, Hayden, Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) und Michele Pirro außerhalb der Top 10. Da am Samstagvormittag die Fahrer bei etwas kühleren Bedingungen mit den jeweils weicheren Mischungen angreifen werden, kann sich das Klassement noch drehen. Heißestes Gerücht im Fahrerlager am Freitag: Forward-Teamchef Giovanni Cuzari will Colin Edwards vor die Türe setzen und dafür Danilo Petrucci von Ioda holen.

Fotoquelle: Repsol Media

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