MotoGP in Jerez: Donnerstag

MotoGP 2014

— 04.05.2014

Marquez gewinnt erstmals in Jerez

Marc Marquez hat auch das vierten Rennen der MotoGP-Saison 2014 gewonnen - Für den Weltmeister war es der erste Sieg in der Motorrad-WM in Jerez überhaupt

Marc Marquez scheint einfach nicht zu schlagen zu sein. Der amtierende Weltmeister hat sich im vierten Saisonrennen den vierten Sieg geschnappt und steuert offenbar unaufhaltsam auf die Titelverteidigung zu. Die weiteren Plätze auf dem Podium gingen an Valentino Rossi (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda), der damit auch in seinem neunten MotoGP-Rennen in Jerez auf das Podium gefahren ist.

Marquez erwischte in seinem 100. Grand Prix in der Motorrad-Weltmeisterschaft zunächst keinen optimalen Start, sodass Rossi kurzzeitig die Führung übernehmen konnte. Der neunfache Weltmeister lieferte sich einen harten Kampf mit dem amtierenden Champion, nach zwei Runden konnte sich der Spanier dann allerdings leicht absetzen und eine kleine Lücke herausfahren.

Rossi und Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo mussten den Weltmeister, der eine schnelle Runde nach der anderen in den Asphalt brannte, schließlich ziehen lassen. Nach der Hälfte des Rennens betrug der Vorsprung des 21-Jährigen bereits mehr als vier Sekunden. "Ich bin natürlich sehr glücklich. Es ist ein anderer Sieg, weil ich auf dieser Strecke etwas Mühe hatte", berichtet Marquez, der sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen ließ.

Pedrosa kämpft mit den Reifen

"Dani, Valentino und Jorge und ich waren auf einem ähnlichen Level. Der Vorderreifen war im Rennen etwas kritisch, aber ich konnte einen Vorsprung herausfahren. Ich habe in den ersten Runden mit frischen Reifen gepusht, weil ich mich da etwas besser fühlte. Es ist ein besonderer Sieg. Jetzt will ich diesen Vorteil nutzen und wie immer meine Arbeit machen."

Hinter den beiden Yamahas lauerte lange Zeit Pedrosa, der Lorenzo sieben Runden vor Schluss schließlich überholen konnte. Der viermalige Weltmeister verpasste somit in seinem 200. Grand Prix ganz knapp das Podium, während Pedrosa auch im vierten Rennen der Saison auf dem Treppchen feiern durfte.

"Es war ein hartes Rennen. Ich war von Beginn an auf dem vierten Platz, konnte das Motorrad aber nicht richtig kontrollieren, weil der Vorderreifen stark rutschte", berichtet Pedrosa und ergänzt: "Deswegen blieb ich hinter den Yamahas. In der Schlussphase lief es dann besser und ich konnte Jorge überholen."

Rossi verteidigt Platz zwei

In der Schlussphase jagte Pedrosa auch noch Rossi, der sich als einziger Top-Pilot für den harten Vorderreifen entschieden hatte. Der Spanier konnte allerdings nicht mehr an dem 35-Jährigen vorbeiziehen. Er erklärt: "Zwei Runden vor dem Ende war ich dran, aber dann rutschte ich stark über das Hinterrad. In der letzten Runde habe ich dann noch einmal angegriffen, aber ich konnte kein Manöver setzen. Es ist nicht das beste Ergebnis. Jetzt freue ich mich auf den morgigen Testtag, damit wir das Motorrad für das nächste Rennen verbessern."

Rossi ist währenddessen "sehr glücklich, denn Jerez ist eines meiner Lieblingsrennen. Hier bin ich seit 2010 nicht mehr auf dem Podium gestanden. Deshalb ist es großartig. Wir haben das Motorrad sehr gut verbessert. Im Rennen waren die Bedingungen für alle aber schwierig, denn die Pace war etwas langsamer. Ich habe mich für den harten Vorderreifen entschieden und ich glaube, dass es für die Yamaha die richtige Entscheidung war. Das Motorrad rutschte zwar überall, aber ich konnte einen guten Rhythmus fahren. Als mich Dani einholte, war er etwas schneller. Ich habe mein Maximum gegeben und freue mich sehr über den zweiten Podestplatz in dieser Saison."

Stefan Bradl (LCR-Honda) spielte vor über 117.000 Zuschauern in Jerez bei der Vergabe der Podiumsplätze keine Rolle. Der Augsburger wurde nach der Hälfte des Rennens immer langsamer und kam schließlich auf Rang zehn ins Ziel. Einen schwarzen Tag erwischte auch Ducati. Gleich in der zweiten Runde musste Michele Pirro nach einem Unfall die Segel streichen, kurze Zeit später wurde auch Cal Crutchlow zur Aufgabe gezwungen. In Runde sieben stürzte dann auch Pramac-Pilot Andrea Iannone. Er konnte zwar zunächst weiterfahren, hatte durch den Unfall allerdings bereits alle Chancen auf ein gutes Ergebnis verloren.

Aleix Espargaro bester Open-Pilot

Andrea Dovizioso sorgte mit seinem fünften Platz zumindest noch für einen Glücksmoment bei den Italienern. Der 28-Jährige setzte sich in einem tollen Duell gegen Alvaro Bautista (Gresini-Honda) durch, der als Sechster endlich seine ersten Punkte in dieser Saison sammelte. Aleix Espargaro, der im Qualifying noch gestürzt war, war als Siebter auf seiner Forward-Yamaha bester Open-Pilot.

Die beiden Tech-3-Yamahas kamen auf den Rängen acht und neun ins Ziel, Bradley Smith war dabei minimal schneller als Teamkollege Pol Espargaro. Nicky Hayden und Hiroshi Aoyama belegten auf ihren Aspar-Hondas die Ränge elf und zwölf, die weiteren Punkteränge gingen an Scott Redding (Gresini-Honda), Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) und Hector Barbera (Avintia).

Der Mann des Tages heißt aber wieder einmal Marc Marquez. Der Spanier hat durch seinen Sieg nun auf allen Strecken des aktuellen MotoGP-Kalenders mindestens einmal gewonnen, sein Vorsprung in der WM auf Teamkollege Pedrosa beträgt bereits 28 Punkte. Am 18. Mai wird die Konkurrenz in Le Mans dann einen weiteren Versuch unternehmen, die Siegesserie des amtierenden Weltmeisters zu beenden.

Fotoquelle: Honda ProImages

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