Honda-Werkspilot Marc Marquez kontrolliert das Geschehen in der MotoGP

MotoGP 2014

— 05.05.2014

Marquez: Wann wird es dem Seriensieger langweilig?

Vier Siege in vier Rennen: Marc Marquez dominiert die MotoGP - Wie wahrscheinlich ist ein Wechsel zu einem anderen Hersteller wie 2003 bei Valentino Rossi?

Dass Weltmeister Marc Marquez der große Favorit für den WM-Titel in der Saison 2014 ist, war bereits vor dem Saisonstart in Katar klar. Nach dem unerwarteten Trainingsunfall im Winter hing über der Performance des Spaniers aber ein Fragezeichen. Doch Marquez übernahm trotz Beinverletzung bereits beim ersten Rennen der neuen Saison die WM-Führung und gab sie seitdem nicht mehr her.

Es folgten Siege in Texas, Argentinien und Jerez. Vier Rennen, vier Siege, 100 Punkte. Mehr geht nicht. Die Konkurrenz rätselt, wie Marquez geschlagen werden kann. HRC-Teamkollege Dani Pedrosa fehlt das Tempo, um Marquez zu folgen. Yamaha liegt momentan etwas zurück. Valentino Rossi steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr, kann Marquez momentan aber nicht ernsthaft gefährden. Noch schwieriger ist die Situation von Jorge Lorenzo. Nach den ersten vier Rennen liegt der große Herausforderer bereits 65 Punkte zurück.

Marquez selbst bewertet seine Dominanz im Moment nicht über. Der 21-Jährige geht davon aus, dass die Siegesserie bald enden könnte. "Ein perfekter Saisonstart. Ich befinde mich in einer sehr guten Phase, fühle mich mit dem Team und auf dem Motorrad sehr wohl. Natürlich werden wir versuchen, weitere Rennen zu gewinnen. Es wird aber der Tag kommen, wenn diese Siegesserie aufhört", warnt der Spanier.

"Wenn ich nicht gewinnen kann, muss ich auf das Podium kommen und Punkte für die WM mitnehmen", bemerkt Marquez, der momentan 28 Punkte Vorsprung in der Fahrerwertung hat und somit auf jeden Fall als WM-Leader zum Grand Prix nach Mugello reist. Doch wie lange kann der Weltmeister von 2013 seine Motivation halten, wenn er bei jedem Wochenende dominiert und nicht gefordert wird?

Rossi, der 2002 und 2003 die MotoGP mit seiner Honda RC211V bestimmte, entschied sich vor elf Jahren dazu, HRC zu verlassen und eine neue Herausforderung zu suchen. Mit dem Wechsel zu Yamaha erstaunte Rossi die MotoGP-Welt. Es sollte die beste Entscheidung sein, die Rossi treffen konnte. Bereits beim ersten Rennen mit der Yamaha M1 stand der "Doktor" ganz oben und bescherte Honda eine schmerzvolle Niederlage.

Ende der laufenden Saison müssen die Verträge für die Zukunft neu verhandelt werden. Wie wahrscheinlich ist ein Wechsel bei Marquez? "Ich kenne die derzeitige Situation bei Honda nicht, aber es hat sich sicher verändert", analysiert Rossi und vergleicht die Situation mit seiner eigenen vor elf Jahren: "2003 brauchte ich eine neue Motivation. Das hat man in seinem Herz. Für mich war der Wechsel zu Yamaha eine großartige Wahl."

"Jeder Fahrer hat aber eine andere Karriere und ist auch von der Art her anders", betont Rossi, der nicht davon ausgeht, dass sich Marquez bei den anderen Herstellern umsieht: "Ich glaube, dass Marc auch seine gesamte Karriere für Honda fahren kann, wenn er sich gut fühlt", grübelt Rossi, der selbst noch zwei Jahre fahren möchte und als WM-Dritter nach Frankreich reist, wo in zwei Wochen der fünfte Saisonlauf ausgetragen wird.

Fotoquelle: Repsol Media

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