Jorge Lorenzo macht die Reifenwahl für das schwache Rennen verantwortlich

MotoGP 2014

— 06.05.2014

Lorenzo: "Harter Reifen war die falsche Entscheidung"

Beim Test in Jerez konzentriert sich Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo auf die Arbeit mit dem weichen Reifen und erkennt, dass die Reifenwahl im Rennen falsch war

Vizeweltmeister Jorge Lorenzo verpasste das Podium bei seinem 200. Grand Prix am Wochenende deutlich. Beim Rennen in Jerez musste sich der Spanier beiden Werks-Hondas und auch Teamkollege Valentino Rossi geschlagen geben. Im finalen Renndrittel fiel Lorenzo deutlich zurück und konnte das Tempo von Rossi nicht mehr mitgehen. Schuld daran war der harte Reifen. In Zukunft möchte Lorenzo wieder auf die weiche Option setzen, der besser zur Charakteristik der M1 passt.

"Im Rennen haben wir Defizite beim Bremsen und der Beschleunigung. Mit dem weichen Reifen könnten wir bessere Rennen zeigen. In Le Mans werden wir uns auf den weichen Reifen konzentrieren und nicht auf den harten", stellt Lorenzo klar. "Der weiche Reifen war hier beim Test konstanter als der harte. Das war interessant. Wir konnten viele 1:40er- und 1:39er-Runden absolvieren. Das war mit dem harten Reifen nicht möglich. Ich denke, der harte Reifen war die falsche Entscheidung."

"Wir haben den weichen Reifen im Qualifying verwendet. Damit konnte man 1:38.5er-Zeiten fahren. Danach baute der Reifen natürlich ab. Doch nachdem er einmal abbaute, war er ziemlich konstant. Der harte Reifen ist auf der ersten Runde ziemlich langsam und wird dann immer langsamer. Das sorgt für Probleme", schildert der Yamaha-Werkspilot. "Ich denke, der weiche Reifen verursacht mit unserem Motorrad weniger Schlupf. Mit der Elektronik kann man den Rest kontrollieren und ein konstanteres Tempo fahren."

Probleme bereiteten nach wie vor die 2014er-Reifen von Bridgestone, die eine härtere Konstruktion haben. "Der neue Reifen dreht mehr durch. Er hat eine andere Konstruktion", bestätigt Lorenzo, der sich Verbesserungen beim Bremsen und Beschleunigen wünscht: "Wir konzentrierten uns auf die Arbeit mit der Elektronik, um das Motorrad besser abbremsen zu können. Wir konnten etwas finden."

"Das Motorrad verzögert etwas besser. Zudem haben wir am Heck gearbeitet, um das Pumpen zu verhindern und besser zu beschleunigen. Das Hinterrad hat dadurch weniger Schlupf. Die Unterschiede sind gering, doch ich habe mehr Vertrauen, wenn ich ans Gas gehe. Wir können mit dem weichen Reifen konstanter fahren. Das kommt dem Charakter unseres Motorrads entgegen", bemerkt der Yamaha-Pilot.

Teamkollege Rossi testete in Jerez das neue Chassis und war zufrieden. "Ich habe keinen großen Unterschied gespürt. Ich habe das Motorrad so gelassen, wie es war, um bessere Vergleiche anstellen zu können. Ich wollte andere Dinge testen", erklärt Lorenzo, der mit 65 Punkten Rückstand zum Grand Prix von Frankreich in Le Mans reist.

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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