Marc Marquez und Valentino Rossi bleiben bis 2016 bei Honda bzw. Yamaha

MotoGP 2014

— 15.05.2014

Transferpoker: Fahrer halten sich bedeckt

Marc Marquez hat unterschrieben und Valentino Rossi wird bei Yamaha bleiben - Aber was machen Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso im nächsten Jahr?

Ende 2014 laufen die Verträge aller Topfahrer in der MotoGP aus. Derzeit sieht es nicht danach aus, dass es für die kommenden beiden Jahre große Wechsel geben wird, obwohl 2015 Suzuki und 2016 Aprilia in die Königsklasse zurückkehren werden. Honda hat den Anfang gemacht und wenig überraschend die Gallionsfigur aus dem Transferpoker genommen. Der Vertrag mit Weltmeister Marc Marquez wurde in Le Mans verlängert. Vor genau zwei Jahren verkündete Casey Stoner in Le Mans seinen Rücktritt und machte den Platz im Honda-Werksteam frei.

Nun steht fest, dass Marquez bis mindestens Ende 2016 für HRC fahren wird. "Ich bin mit meiner Situation und dem neuen Vertrag mit Honda sehr glücklich. Dieser Schritt war sehr wichtig", sagt Marquez, denn ab nun kann er sich ausschließlich auf die Titelverteidigung konzentrieren, während die anderen Fahrer noch ihre Zukunft aussortieren müssen. Die Vertragsverlängerung mit Marquez war reine Formsache. "Ich fühle mich in diesem Team sehr wohl. Das macht alles etwas einfacher."

"Für mich ist es eine Freude, mit diesem Team weiterzumachen. Ich bedanke mich bei ihnen für diese Möglichkeit und dass ich meine Karriere bei HRC fortsetzen kann. Es ist ein Zweijahresvertrag. Ich will 100 Prozent geben. Als ich gekommen bin, haben sie an mich geglaubt und mir diese Möglichkeit gegeben. Nun kann ich zwei weitere Jahre in diesem Team weitermachen. Ich hoffe, dass es weiterhin so gut laufen wird."

Über das Gehalt wurde natürlich der Mantel des Schweigens gehüllt. Man darf aber davon ausgehen, dass Honda Marquez für dessen Leistungen fürstlich belohnt. "Ich bin 21 und achte nicht auf die Bezahlung. Mir geht es nur um die Performance des Motorrades und des Teams", entgegnet Marquez. Spannend ist weiterhin die Frage, wer sein Teamkollege werden wird. Honda hat bereits signalisiert, dass man mit Dani Pedrosa weitermachen will.

Sollte das geschehen, wäre für Jorge Lorenzo die Türe zu Honda geschlossen. Marquez wurde in Le Mans über die Möglichkeit befragt, dass Lorenzo 2015 sein Teamkollege sein könnte. Der Weltmeister antwortete ausweichend: "Ich weiß, dass der Teamkollege bei Honda stark ist, denn es ist das beste MotoGP-Team. Es wird ein starker Fahrer sein. Mir ist es egal, wer mein Teamkollege wird."

Und was sagt Lorenzo über seine Zukunft? Es gibt Gerüchte, dass ihn Ducati mit viel Geld locken will, denn auch der Vertrag von Andrea Dovizioso läuft mit Saisonende aus. "Ich habe keine Eile, denn wir sind erst beim fünften Rennen", antwortet Lorenzo auf seine Zukunft angesprochen. "Meine Priorität ist so wie in den vergangenen Jahren Yamaha. Für mich wäre es ein Traum, wenn ich meine komplette MotoGP-Karriere bei Yamaha bleiben würde. Mein Manager arbeitet daran, ich arbeite an der Rennstrecke."

Auch Dovizioso hält sich bedeckt, obwohl er gerüchteweise schon mit Suzuki in Verbindung gebracht wurde. "Ich habe Gespräche geführt, aber noch keine Verhandlungen aufgenommen. Demnächst kommt der Moment, an dem ich zuerst mit Ducati verhandeln werde", sagt der Italiener. Alles klar ist dagegen bei Valentino Rossi. Im Fahrerlager wird gemunkelt, dass der Altmeister schon längst einen neuen Yamaha-Vertrag unterschrieben hat.

"Im Vorjahr hatte ich einige gute Rennen und auch einen Sieg, aber in der zweiten Saisonhälfte war ich etwas zu weit hinter den Top 3. Ich wollte sehen, ob es in diesem Jahr besser ist. Ich fühle mich besser und genieße es sehr, mit Yamaha und dem Team weiterzuarbeiten", bewertet Rossi seine Situation positiv. "Ich möchte einen neuen Zweijahresvertrag unterschreiben. Wir werden in den kommenden Wochen über die Zukunft sprechen."

Es gibt bereits einen Fahrer, der einen Yamaha-Werksvertrag für die kommende Saison hat: Pol Espargaro. Der Spanier wurde im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Bradley Smith von Yamaha unter Vertrag genommen und im Tech-3-Team platziert. "Ich habe einen Vertrag, aber es ist etwas kompliziert", meint Espargaro mit Blick auf das nächste Jahr. "Wenn die Yamaha-Werksfahrer bleiben werden, dann gibt es für mich keinen Platz. Ich will ein gutes Jahr fahren. Für mich wäre es kein Problem, ein weiteres Jahr in diesem Team zu bleiben. Es wäre mir eine Freude."

Fotoquelle: FGlaenzel

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