Pol Espargaro kam weniger als vier Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel

MotoGP 2014

— 20.05.2014

Poncharal schwärmt von Pol Espargaro: "Er ist ein Genie"

Der Rookie startete in Le Mans von Startplatz zwei und ließ Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa im Rennen hinter sich: Teamchef Herve Poncharal ist voll des Lobes

MotoGP-Neuling Pol Espargaro erlebte keinen einfachen Start in die Saison 2014. Beim abschließenden Vorsaisontest in Katar stürzte der Tech-3-Pilot und brach sich das Schlüsselbein. Zum Saisonstart war Espargaro angeschlagen. Im Rennen rollte der Yamaha-Pilot mit technischem Defekt aus. Besser lief es in Austin. Beim zweiten MotoGP-Rennen der Saison fuhr Espargaro als Sechster ins Ziel und durfte sich über zehn WM-Punkte freuen.

Und auch in Argentinien fuhr der Rookie in die Top 10. Mit Platz acht konnte der Moto2-Weltmeister zufrieden sein. Beim ersten MotoGP-Heimrennen erlebte Espargaro ein schwieriges Wochenende. Im Rennen traf der Spanier die falsche Reifenwahl und kam er als Neunter ins Ziel. Für das Tech-3-Heimrennen in Le Mans waren die Erwartungen groß. Espargaro übertraf sie.

Im Qualifying sicherte sich der Spanier sensationell den zweiten Startplatz und war damit erster Verfolger von Seriensieger Marc Marquez. Espargaro ließ beide Werks-Yamahas hinter sich. Und auch Teamkollege Bradley Smith sah alt aus. Nach dem Start etablierte sich Espargaro in der Spitzengruppe und kämpfte mit Valentino Rossi, Andrea Dovizioso und Stefan Bradl. Im Ziel lag der Tech-3-Pilot auf Position vier und verpasste das Podium um etwa eine halbe Sekunde.

Tech 3 jubelte über das sensationelle Ergebnis. Teamchef Herve Poncharal blickt auf ein nahezu perfektes Wochenende zurück: "Es war ein monstermäßiges Wochenende für uns. Das Wetter war ebenfalls monstermäßig. Wir hatten lange nicht mehr so tolles Wetter. Das war toll für die Fans und Fahrer", bemerkt der Franzose gegenüber 'MotoGP.com'. "Es war ein monstermäßiges Qualifying von Pol Espargaro. Er war bester Yamaha-Pilot. Er qualifizierte sich für Startplatz zwei in der ersten Startreihe. Das war unglaublich für uns, unsere Sponsoren vor Ort und die französischen Medien, die nur einmal im Jahr dabei sind."

"Er verpasste das Podium um eine halbe Sekunde. Und wichtiger als alles andere: Er kam nur 3,7 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel. Beim vergangenen Rennen waren es 29 Sekunden. Das ist ein Beleg für die gute Arbeit, die wir geleistet haben und zeigt, wie sehr er sich verbessert hat. Wir sind sehr froh", berichtet der Tech-3-Teamchef und betont noch einmal: "Es war erst sein fünftes Rennen."

"Er ist nun ein richtiger MotoGP-Pilot. Wenn man Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa hinter sich lässt, dann sagt das etwas aus. Wir sind sehr froh und stolz", erklärt Poncharal, der bereits zu Saisonbeginn ahnte, wozu Espargaro fähig sein wird: "Ja, ich erwartete es", bestätigt Poncharal, der Espargaro immer wieder auffordern musste, geduldig zu sein: "Er war ein bisschen verärgert zu Saisonbeginn. Er wollte schneller und näher dran sein. Ich erklärte ihm, dass er eine Weile warten muss und es von alleine kommt."

"Nun ist es soweit: Platz zwei im Qualifying des fünften Rennens und Platz vier im Rennen - es ging vermutlich schneller, als ich erwartete. Er ist ein Genie", schwärmt der Tech-3-Teamchef, der mit dem Paket sehr zufrieden ist und Yamaha lobt: "Er hat ein sehr gutes Motorrad. Yamaha hat uns in diesem Jahr sehr gutes Material geliefert. Die M1 ist richtig gut. Und zu guter Letzt: Er hat ein gutes Team (lacht; Anm. d. Red.)."

Fotoquelle: FGlaenzel

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