Rookie Pol Espargaro verpasste beim Rennen in Le Mans das Podium knapp

MotoGP 2014

— 21.05.2014

Espargaro bei Tech 3: Ähnliches Schicksal wie Cal Crutchlow?

Momentan ist im Yamaha-Werksteam kein Platz in Aussicht: Hat Tech-3-Pilot Pol Espargaro mehr Geduld als Vorgänger Cal Crutchlow?

Auch wenn noch nicht alle Verträge für die kommende Saison unterzeichnet sind, dürfte es nach dem bisherigen Stand der Dinge nicht zu spektakulären Transfers kommen. Weltmeister Marc Marquez hat bereits vor dem Rennwochenende in Frankreich bei HRC verlängert. Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi wird seinen Vertrag vielleicht schon beim Heimspiel in Mugello erneuern. Der Italiener möchte zwei weitere Jahre für Yamaha fahren.

Und auch Teamkollege Jorge Lorenzo wird Yamaha vermutlich treu bleiben. Im Winter bemerkte der Spanier, dass er seine Karriere gern bei Yamaha beenden möchte. Die momentanen Leistungen des Ex-Weltmeisters und der Frust über die mangelnde Konkurrenzfähigkeit der M1 könnten aber auch einen Wechsel zu Honda schmackhaft machen. Doch warum sollte Honda die momentan herrschende Harmonie riskieren und Dani Pedrosa durch Lorenzo ersetzen?

Für Tech-3-Pilot Pol Espargaro scheinen die Türen im Yamaha-Werksteam momentan verschlossen zu sein. Mit Platz vier in Le Mans setzte sich der Moto2-Weltmeister am vergangenen Wochenende stark in Szene. Dennoch ist sich Espargaro bewusst, dass er erst zum Zug kommt, wenn Rossi oder Lorenzo das Team verlässt. Vorgänger Cal Crutchlow ging es im vergangenen Jahr ähnlich. Der Brite machte mit sehr guten Leistungen auf sich aufmerksam und ließ Rossi bei einigen Rennwochenenden alt aussehen. Dennoch ergab sich kein Transfer ins Yamaha-Werksteam.

Der frustrierte Brite verließ Yamaha und wechselte zu Ducati, wo er endlich den gewünschten Werksfahrer-Status erhielt. Sportlich gesehen konnte sich Crutchlow durch den Wechsel bisher nicht verbessern. Von Podestplätzen ist der ehemalige Tech-3-Pilot momentan weit entfernt. Im Vorjahr stand Crutchlow vier Mal auf dem Podium. Nach den bisherigen fünf Rennen der Saison 2014 belegt er in der Fahrerwertung die 16. Position.

Suzuki wäre für Espargaro eine Alternative. Doch momentan genießt ein Wechsel in ein Werksteam nicht die höchste Priorität. Bei Tech 3 fühlt sich der Spanier wohl. Teamchef Herve Poncharal möchte den Moto2-Weltmeister eine Weile halten: "Er ist nun ein richtiger MotoGP-Pilot. Wenn man Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa hinter sich lässt, dann sagt das etwas aus. Wir sind sehr froh und stolz", bemerkt Poncharal nach der starken Vorstellung beim Tech-3-Heimspiel in Le Mans.

"Er ist ein Genie", schwärmt Poncharal, der die Sponsoren des Teams beim Rennwochenende in Le Mans dank Espargaro zufrieden stimmen konnte. Doch wann öffnet sich die Tür im Yamaha-Werksteam? Lorenzo wurde im Mai 27 Jahre alt, Rossi ist bereits 35. "Jeder Fahrer strebt an, in einem Werksteam zu fahren", bemerkt Espargaro. "Hoffentlich verdiene ich mir eines Tages einen Platz in einem Werksteam."

"Ich muss es mir erarbeiten. Ich muss gute Arbeit leisten, um es in ein Werksteam zu schaffen. Wenn sie Lorenzo und Rossi halten, kann ich nichts machen. Yamaha muss an mein Talent glauben. Wenn es gut läuft, werde ich eine tolle Zukunft haben", ist sich der WM-Siebte sicher. "Momentan gibt es im Werksteam keinen freien Platz. Ich bin bei Tech 3 zufrieden. Es wäre kein Problem, ein weiteres Jahr im Team zu bleiben."

Fotoquelle: Tech 3

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