Zunächst wird Colin Edwards mit dem neuen Material fahren

MotoGP 2014

— 22.05.2014

Forward: Eigenes Chassis ab Mugello

Forward arbeitet an einem eigenen Chassis, das bei den nächsten Rennen schrittweise zum Einsatz kommen wird - Zunächst fährt nur Colin Edwards damit

In der neuen Open-Kategorie sind Honda und Yamaha bekanntlich unterschiedliche Wege gegangen. Während Honda mit der RCV1000R ein komplettes Motorrad gebaut hat, wollte Yamaha in erster Linie Motoren der M1 an Kunden verleasen, denn in der alten CRT-Klasse waren vor allem die schwachen Superbike-Triebwerke ein Grundproblem. Das Forward-Team verkündete eine Zusammenarbeit mit dem Chassishersteller FTR, allerdings sind die britischen Chassis bis heute nicht fertig. Deshalb bekam Forward zu Saisonbeginn praktisch komplette Yamaha-Motorräder aus dem Vorjahr.

Im nächsten Jahr erhält Forward - und mögliche weitere Kundenteams - nur noch den Yamaha-Motor. Demnach muss ein Chassis gebaut werden. Forward arbeitet an einer Lösung und am Grand-Prix-Wochenende in Mugello soll erstmals ein eigenes Chassis getestet werden. "In Le Mans haben wir das erste Teil, nämlich ein neues Getriebe, erhalten", wird Forward-Teamchef Giovanni Cuzari von 'MotoGP.com' zitiert. Es geht kontinuierlich weiter: "In Mugello werden wir einen neuen Rahmen und eine neue Frontverkleidung bekommen."

"Das Heck des Motorrades wird beim Sitz modifiziert. Man wird die Veränderungen am Renntag optisch erkennen können. Zwischen Barcelona und den kommenden Grands Prix werden weitere Komponenten kommen, bis das Motorrad etwa zu 75 Prozent so ist, wie es 2015 sein wird." Dieses Chassis wird auf FTR-Material basieren und ähnlich sein, wie das Team im Vorjahr mit der FTR-Kawasaki eingesetzt hat. Allerdings soll Forward dieses Chassis in Eigenregie aufbauen.

Zunächst wird Colin Edwards dieses Motorrad fahren und entwickeln. Aleix Espargaro bestätigte bisher immer, dass er in dieser Saison das Yamaha-Material fahren und nicht wechseln wird. "Es ist nicht geplant, dass Aleix das neue Chassis testen wird, aber wenn er es muss, dann wird es kein Problem sein", bestätigt Cuzari. Der Spanier, der bisher Edwards klar in den Schatten gestellt hat, wird dieses neue Chassis spätestens im kommenden Jahr fahren.

Da viele Fahrerverträge mit Saisonende auslaufen, ist Espargaro auf dem Transfermarkt gefragt. Allerdings ist er an Forward gebunden. "Wir haben mit Aleix einen Zweijahresvertrag plus eins. Theoretisch werden diese Verträge erfüllt", meint Cuzari. "Wir wollen ihn nicht vorzeitig entlassen. Sollte das aber passieren, dann wäre es nicht schwierig, einen anderen Fahrer zu finden, denn wir haben dank Aleix bewiesen, dass wir Siegermaterial haben. Wir haben die Open-Kategorie in allen fünf Rennen mit großem Vorsprung auf die Konkurrenz gewonnen."

Ein möglicher Fahrer für das kommende Jahr, wenn Edwards seine Karriere beendet hat, ist Simone Corsi. Der Italiener testete bereits in Jerez das Motorrad des US-Amerikaners. In der Moto2 fährt Corsi auch für Forward. "Es ist ziemlich sicher, dass er auch in Barcelona testen wird", blickt Cuzari voraus. "Warum auch nicht? Ich würde gerne einen weiteren Italiener in der Königsklasse sehen. Es liegt an ihm zu beweisen, dass er diesen Platz im nächsten Jahr verdient." Zuletzt in Le Mans fuhr Corsi in der Moto2-Klasse als Zweiter auf das Podest.

Fotoquelle: Forward Racing

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