Der Honda Production-Racer ist nicht so konkurrenzfähig wie erwartet

MotoGP 2014

— 22.05.2014

Honda: Update für Production-Racer, aber erst 2015

Honda soll den Production-Racer im kommenden Jahr mit dem Motor der RC213V ausrüsten - Im Laufe dieser Saison bekommen Nicky Hayden und Co. keine Updates

Aus technischer Sicht ist in diesem Jahr der Honda Production-Racer die große Enttäuschung. Nachdem bei der Präsentation der RCV1000R (in Valencia 2013) die Japaner vollmundig verkündet hatten, dass der Testfahrer mit diesem Motorrad nur um 0,3 Sekunden langsamer war als die Werksmaschine, waren die Erwartungen groß. In den Händen von Ex-Weltmeister Nicky Hayden könnte dieses Motorrad für die eine oder andere Überraschung sorgen. Doch das stellte sich in der Praxis nicht heraus. Die RCV1000R ist nicht so konkurrenzfähig wie gedacht.

Hayden, Hiroshi Aoyama, Scott Redding und Karel Abraham fahren hinterher und sind im Mittelfeld zu finden. Vor allem die Motorleistung ist ein Schwachpunkt. Obwohl das Bike grundsätzlich auf der RC213V basiert, setzte Honda nicht auf pneumatische Ventile. Das Schnellschaltgetriebe gibt es ebenfalls nicht. Bei der Beschleunigung verlieren die Fahrer die meiste Zeit. Gerüchten zufolge hätte es in Jerez Updates geben sollen. Das stellte sich aber lediglich als Fahrerlager Gerücht heraus.

Auch beim Montagstest in Barcelona wird es keine Weiterentwicklungen geben. Das wird auch bis Saisonende so bleiben. Allerdings berichten unsere Kollegen von 'GPOne.com', dass Honda das Konzept des Kundenmotorrades überdacht hat und eine ähnlichen Weg wie Yamaha einschlagen wird, nämlich den tatsächlichen Motor der RC213V an die Kunden weiterzugeben. Allerdings wird das erst im kommenden Jahr der Fall sein.

2015 soll der Production-Racer mit diesem Motor, allerdings nicht mit dem Schnellschaltgetriebe, das sehr teuer ist und Honda wie ein Staatsgeheimnis hütet, ausgerüstet sein. Für Honda ist dieser Schritt wichtig, denn ab 2016 ist neben der Einheits-ECU auch die Einheitssoftware für alle vorgeschrieben. Die Hersteller dürfen an dieser Software mitentwickeln. Setzt Honda 2015 den Motor der RC213V beim Production-Racer ein, können wichtige Erfahrungen für das Werksteam 2016 gesammelt werden.

Yamaha ist über das Forward-Team auf diesen Zug aufgesprungen. Ducati fährt ohnehin schon mit der Dorna-Software. Somit steht auch fest, dass sich Hayden und Co. in dieser Saison im Mittelfeld mühen müssen. Allerdings will Honda laut 'GPOne.com' gegen Saisonende bereits ein neues Motorrad an jenen Fahrer vergeben, der in der WM am besten klassiert ist. Nach fünf Rennen ist das Hayden, wenn auch nur knapp vor Aoyama und Redding.

Fotoquelle: Aspar

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