Bei Cal Crutchlow lief es bisher im Ducati-Team nicht rund

MotoGP 2014

— 23.05.2014

Dall'Igna: Crutchlow ist ein echter Racer

Gigi Dall'Igna bewertet seine Fahrer positiv: Vor allem Iannone hat sich gesteigert, während Crutchlow viel Pech hat - Vertrag mit Dovizioso soll verlängert werden

Neben den beiden Werksfahrern Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow schickt Ducati auch Andrea Iannone und Yonny Hernandez im Pramac-Team an den Start. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Hernandez fährt ein Vorjahresmotorrad, das für das Open-Reglement angepasst wurde. Iannone erhält die gleichen Spezifikationen wie das Werksteam. Das ist auch einer der Gründe, warum der Italiener teilweise mit schnellen Zeiten und Spitzenplätzen im Training glänzen kann. Im Rennen klappte es für Iannone noch nicht mit einem Topergebnis. Der sechste Platz in Argentinien ist bisher sein bester Erfolg.

Dagegen schaffte Dovizioso in Texas seinen ersten Podestplatz für Ducati. In Le Mans fuhr er in die erste Startreihe und mischte zu Beginn an der Spitze mit. Im Vergleich dazu lief es bei Teamneuling Cal Crutchow überhaupt noch nicht rund. Als der Brite und Dovizioso im Jahr 2012 Teamkollegen bei Tech 3 waren, fuhren sie auf Augenhöhe. Bislang kam Crutchlow noch nicht an Dovizioso heran. Platz sechs in Katar ist seine beste Ausbeute. In Texas verletzte sich der 28-Jährige außerdem und musste deshalb Argentinien auslassen.

In Jerez folgte der nächste Ausfall und in Le Mans wurde Crutchlow Elfter. "Cal hatte im bisherigen Saisonverlauf nicht viel Glück", bewertet General Manager Gigi Dall'Igna die Situation bei 'MotoGP.com'. "In den ersten Rennen hatte er mehrere technische Probleme. Natürlich kann man somit die Rennen nicht beenden." Trotzdem spricht Dall'Igna nicht von einer Krise, denn er glaubt an Crutchlows Fähigkeiten: "Er ist ein schneller Fahrer und ein echter Racer."

"Er hat seine beste Seite immer in den Rennen gezeigt und ist oft viel besser als andere Fahrer ins Ziel gekommen. Wir haben sein volles Potenzial auf der Ducati noch nicht gesehen. In Le Mans hatte er zum ersten Mal kein technisches Problem, aber im Moment muss er auch aus psychologischer Sicht seine Bestform finden." Vor allem die Handverletzung in Texas nagte an Crutchlow, denn er sprach von einem der schlimmsten Stürze in seiner Karriere.

Die Ergebnisse holte bisher Dovizioso, auch wenn Yamaha und Honda über die Renndistanz weiterhin klar schneller sind. "Seit Saisonbeginn waren Dovizioso und Iannone Schlüsselpersonen für die Entwicklung des Projektes", lobt Dall'Igna seine beiden Landsleute. Offen ist vor allem, ob Dovizioso seinen Vertrag verlängern wird. Dall'Igna will mit beiden weitermachen: "Ich möchte sie auch im nächsten Jahr bei uns haben."

Zu den positiven Überraschungen der Saison zählt Iannone, der sich deutlich stärker als in seinem ersten MotoGP-Jahr präsentiert. "Iannone hat bei seiner Performance und seiner Reife einen großen Fortschritt erzielt. Wenn man sich so stark entwickelt, dann können Fehler passieren. Leider sind sie ihm in den Rennen auch unterlaufen", merkt Dall'Igna an. "Trotzdem sehe ich ihn als einen der wichtigsten italienischen Talente der Zukunft."

Fotoquelle: Ducati

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