Nimmt Andrea Dovizioso das Angebot von Suzuki an und verlässt Ducati Ende 2014?

MotoGP 2014

— 29.05.2014

Dovizioso zu Suzuki? "Ja, es gab Gespräche"

Vertragspoker um Andrea Dovizioso: Der 125er-Weltmeister der Saison 2004 befindet sich in Verhandlungen mit Suzuki und setzt Ducati damit unter Druck

Ducati-Pilot Andrea Doviziso gehört zu den Piloten, deren Vertrag Ende der Saison ausläuft. Nachdem der Italiener 2008 in die MotoGP aufstieg und später drei Jahre für das Honda-Werksteam fuhr, führte der Weg in der Saison 2012 zu Herve Poncharals Tech-3-Yamaha-Team. Nach einer guten Saison nahm "Dovi" ein Angebot von Ducati an und wurde im Werksteam Nachfolger von Landsmann Valentino Rossi.

Die Saison 2013 sollte Doviziosos schlechteste MotoGP-Saison werden. Der 125er-Weltmeister von 2004 beendete sein Ducati-Debütjahr auf Position acht der Fahrerwertung und verpasste das Podium bei allen 18 Rennen. Nachdem Luigi Dall'Igna Ende 2013 zu Ducati stieß, machten die Italiener über den Winter aber erkennbare Fortschritte. Begünstigt durch einige Zwischenfälle gelang es Dovizioso beim Rennen in Austin, sein erstes Podium als Ducati-Pilot zu erzielen. Ob der Italiener auch in der kommenden Saison auf einer Desmosedici sitzen wird, ist momentan aber fraglich.

Suzuki interessiert sich für die Dienste des 28-Jährigen. Momentan hat sich Suzuki noch nicht festgelegt, wer beim Comeback auf der neuen Reihenvierzylinder-Maschine sitzen wird. Neben Dovizioso sind auch Honda-Werkspilot Dani Pedrosa, Superbiker Eugene Laverty und Testpilot Randy de Puniet potenzielle Kandidaten. "Ja, es gab Gespräche mit Suzuki, doch bisher wurde kein Vertrag vereinbart", gesteht Dovizioso gegenüber 'MotoGP.com'.

Der Ducati-Werkspilot spielt die Vertragsverhandlungen mit den Japanern herunter: "Ich denke, es ist normal, dass sich Suzuki für mich oder andere Fahrer interessiert. Ich bezweifle aber, dass sie mit einem anderen Fahrer bereits einen Vertrag geschlossen haben", erklärt der langjährige Honda-Pilot, der in der Fahrerwertung momentan bester Ducati-Pilot ist. Als WM-Vierter lässt er seine Markenkollegen alt aussehen.

Teamkollege Cal Crutchlow ist nach den ersten fünf Saisonrennen nur 16. der Fahrerwertung. Pramac-Pilot Andrea Iannone setzt sich immer wieder mit guten Einzelleistungen in Szene, sucht aber auch in seiner zweiten MotoGP-Saison nach der nötigen Konstanz und ist vor dem Mugello-Rennwochenende nur WM-Elfter. Dovizioso hingegen punktete bei allen Rennen und sammelte bereits 53 Punkte. Damit liegt er sogar vor Ex-Champion Jorge Lorenzo.

Der Wechsel zu Ducati war für "Dovi" stehts ein Langzeitprojekt. Nach zwei sieglosen Jahren verließ Rossi das Team und kehrte zu Yamaha zurück. In der Saison 2013 war die Desmosedici am Tiefpunkt angelangt. "Ich kam mit dem Ziel zu Ducati, gute Ergebnisse zu erreichen. Diese zwei Jahre sind eine Investition in die Zukunft. Ich peile immer an, mit Ducati erfolgreich zu sein", bekennt sich Doviziso zu seinem momentanen Arbeitgeber. "Doch man muss sich zwei Vorschläge einholen, um eine Entscheidung zu treffen."

"Ich habe mir in den zwei Jahren sehr viel Mühe gegeben. Ich denke, das Team erkennte und schätzt meine Anstrengungen sehr. Doch es ist ein Langzeitprojekt. Die Basis war im Vorjahr ziemlich schlecht. Wir müssen uns weiter steigern", fordert der Ducati-Werkspilot, der sich bald entscheiden muss, ob er dem Team treu bleibt, oder das Angebot von Suzuki annimmt. Dann wäre Dovizioso der einzige Pilot, der bereits vier verschiedene MotoGP-Maschinen bewegt hat.

Fotoquelle: Ducati

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