MotoGP in Mugello: Pre-Events

MotoGP 2014

— 29.05.2014

Rossi vs. Marquez: Wo, wenn nicht in Mugello?

Valentino Rossi wittert in Mugello die große Chance, Marc Marquez' Siegesserie zu beenden, doch ob die Papierform der vergangenen Jahre auch 2014 noch gilt?

Valentino Rossi scheint langsam wieder zur Form früherer Tage zu finden. Dreimal stand er 2014 schon auf dem Podium, in der MotoGP-Weltmeisterschaft liegt er nach fünf von 18. Rennen an dritter Position - nur zwei Zähler hinter Dani Pedrosa, aber 44 hinter Seriensieger Marc Marquez, der mit der Honda in dieser Saison noch kein Rennen verloren hat.

Marquez weiß: "Es wird ein Sonntag kommen, an dem der Sieg nicht möglich ist." Und die Experten fragen sich: Wo, wenn nicht in Mugello, soll Rossis große Stunde schlagen? Auch Tech-3-Yamaha-Pilot Bradley Smith teilt diese Einschätzung: "Wenn sie hier nicht gewinnen, dann würde ich mir an ihrer Stelle große Sorgen machen. Die Yamaha scheint hier sehr gut zu funktionieren, wie die vergangenen Ergebnisse beweisen." Aber: "Die Honda funktioniert momentan überall gut."

Und genau das ist die Krux: Dass die Lehren der vergangenen Jahre auch in Zeiten der Marquez/Honda-Dominanz gelten werden, ist nicht in Stein gemeißelt. Selbst Rossi bleibt vor seinem Heim-Grand-Prix, übrigens dem 300. seiner Karriere, zurückhaltend: "Das ist die Papierform. Diese Strecke, Barcelona und Assen sind die drei Strecken, die in der Vergangenheit am besten für die Yamaha waren. Jorge hat in Mugello und Barcelona gewonnen, ich in Assen." Aber auch bei ihm kommt ein Aber: "Die Honda ist dieses Jahr deutlich besser."

Rossi und Lorenzo optimistisch, aber zurückhaltend

"Insbesondere in ihrem Problembereichen haben sie sich gesteigert, sodass sie jetzt auf allen Strecken schneller sind. Und Marc fährt momentan über 100 Prozent. Also ja, auf dem Papier ist es eine gute Strecke für Yamaha, aber ich glaube, es wird trotzdem sehr schwierig, Marquez zu besiegen", sagt der "Doktor". Teamkollege Lorenzo nickt zustimmend: "Es wird auch auf solchen Strecken schwierig, sich mit ihnen zu messen. Aber ich glaube, wir sind nicht so weit weg. Vor allem sehen wir hier sicher besser aus als in Assen."

Die Aussicht, dass ihm Marquez ausgerechnet in Mugello die Party vermiesen und seinen sechsten Sieg hintereinander feiern könnte, scheint Rossi kalt zu lassen: "Dann hat er in der Weltmeisterschaft noch mehr Vorsprung! Aber wir würden trotzdem weiter Rennen fahren", winkt er grinsend ab. Und Lorenzo ergänzt: "Dann hätte er halt sechs statt fünf Siege." Das klingt fast schon gleichgültig.

Fans sollen Rossi zum Sieg beim Jubiläum tragen

Marquez für seinen Teil erwartet Rossi am kommenden Wochenende als "unglaublich starken" Konkurrenten: "Viele werden Valentino hier unterstützen. Ich erwarte, dass 90 Prozent in Gelb gekleidet sind. Valentino ist Valentino. Es ist unglaublich, auf diesem Niveau seinen 300. Grand Prix zu bestreiten. Ich erwarte, dass er sehr stark sein wird. Aber auch Jorge ist hier sehr schnell. Er hat das Rennen in den vergangenen drei Jahren gewonnen. Es wird ein schwieriges Wochenende."

Sollte es nicht reichen, das Rennen zu gewinnen, würde Marquez - mit dem WM-Kampf im Hinterkopf - auch mit wertvollen Punkten Vorlieb nehmen: "Unser Ziel ist, um den Sieg zu kämpfen. Wenn das nicht möglich ist, versuchen wir, auf dem Podest zu landen. Dann kommt es drauf an, im Rennen Ruhe zu bewahren und Zweiter, Dritter oder Vierter zu werden. Man muss in solchen Momenten realisieren, dass man nicht gewinnen kann, und Punkte für die Meisterschaft sammeln."

"Wenn wir gemeinsam in die letzte Runde gehen, wird es unglaublich schwierig. Aber es wäre ein wichtiger Sieg für uns, denn es war im Vorjahr eine unserer schwierigeren Strecken. Auf dem Papier ist es eine Yamaha-Strecke, aber ich werde versuchen, mein Bestes zu geben. Ich weiß, dass Valentino voll da sein wird. Das ist toll für die Show", fährt Marquez fort.

Marquez: Sturz im Vorjahr noch nicht vergessen

An die vergangenen Mugello-Jahre hat er gemischte Erinnerungen: "Ich habe hier bei den 125ern meinen ersten Grand Prix gewonnen. Doch im vergangenen Jahr war es das schwierigste Wochenende der Saison. Das lag größtenteils am Sturz, den ich am Freitag hatte. Ich habe im Rennen ums Podest gekämpft und war Zweiter. Obwohl ich gestürzt bin, war ich im Rennen nah dran an Jorge. Mit einem Jahr mehr Erfahrung wird es eine andere Geschichte, denke ich."

Pedrosa hofft indes nicht, dass Yamaha näher dran sein wird als bisher in der Saison, "aber klar, Mugello ist eine Strecke, auf der man viel im Grenzbereich fährt. Da ist Yamaha am stärksten, weil sie in den Kurven mehr Grip haben", meint er auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Aber ich hoffe, dass die Honda wieder gut funktioniert. Im Vorjahr hatten wir mit dem Hinterreifen große Probleme. Hoffentlich haben wir das dieses Jahr besser im Griff."

Fotoquelle: Repsol Media

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