Die meisten Fahrer vertrauten auch in Mugello auf die "alten" Bremsscheiben

MotoGP 2014

— 30.05.2014

Neue Bremsscheiben finden kaum Anklang in Mugello

Die neuen Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 340 Millimetern, die in Mugello erstmals verwendet werden dürfen, sind für die Fahrer noch uninteressant

In Mugello dürfen erstmals in der MotoGP Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 340 Millimetern verwendet werden. Dies soll der Sicherheit dienen, hat bei den Teams am Freitag allerdings keinen großen Anklang gefunden. Von den Top-Teams probierte bisher lediglich Ducati das neue Material aus. Am Samstag wollen einige Fahrer allerdings nachziehen, in Barcelona dann vermutlich alles Teams.

"Die habe ich nicht ausprobiert. Momentan habe ich keine Probleme und wir wollten sie auch nicht testen", berichtet Weltmeister Marc Marquez. Teamkollege Dani Pedrosa ergänzt auf die Frage, wann man die neuen Scheiben bei Honda ausprobieren möchte: "Ich denke an diesem Wochenende nicht. Es ist sowieso keine Strecke, auf der man hart bremst. Aber in Barcelona bestimmt."

Auch Tech-3-Pilot Bradley Smith sieht es ähnlich: "Bei den Temperaturen, die wir hier haben, werden wir sie ziemlich sicher nicht brauchen. Aber in Barcelona dann schon." Daher habe auch er die neue Bremsscheibe am Freitag nicht verwendet. Die Yamaha-Werkspiloten sind in dieser Hinsicht allerdings etwas experimentierfreudiger.

Yamaha-Piloten planen Test

Valentino Rossi erklärt: "Das war der Plan für heute Nachmittag." Dort ging der neunmalige Weltmeister wegen des Regens dann allerdings gar nicht auf die Strecke. Er verrät: "Ich möchte sie morgen probieren, entweder am Vormittag oder am Nachmittag. Wahrscheinlich eher am Nachmittag. Aber ich denke nicht, dass das auf dieser Strecke einen großen Unterschied machen wird. Schon eher auf Strecken wie Barcelona."

Auch Rossis Teamkollege Jorge Lorenzo hat den gleichen Plan: "Wir haben mit der normalen Bremsscheibe angefangen und wollten sie am Nachmittag ausprobieren. Aber wegen dem Regen wurde nichts daraus. Also morgen früh." Lediglich Andrea Dovizioso hat das erste Freie Training genutzt, um sich mit dem neuen Material vertraut zu machen.

Der Ducati-Pilot berichtet: "Ja, ich bin nur mit den großen Scheiben gefahren. Wir müssen aber noch daran arbeiten, denn diese Strecke ist für die Bremsen nicht hart. Außerdem war es am Vormittag kühl. Man braucht eine starke Bremse nur für Kurve eins. Da es aber kühl war und die Bremse auf der langen Geraden auskühlte, hatten die Bremsen keine Temperatur und man bremste in der ersten Phase nicht perfekt."

Ducati-Fahrer zuversichtlich

"Wir nahmen bei der Front Veränderungen vor, damit sie auf Temperatur kommen. Es gibt also keine Probleme", sagt Dovizioso und ergänzt: "Wir könnten auf dieser Strecke auch die kleinere Scheibe verwenden. Ich glaube aber, dass die größere Scheibe bei fast allen Kursen bis Saisonende verwendet werden."

Teamkollege Cal Crutchlow führt weiter aus: "Wir können sicherer abbremsen, am Vormittag habe ich aber die 320er-Scheiben verwendet, denn es war sehr kühl. Im Rennen werde ich sicher die 340er-Scheiben verwenden. Wenn man aber nur drei oder vier Runden fährt, dann sind die 320er okay. Wenn es aber kühl ist, dann sind die 320er ausreichend."

"Sollte es morgen Vormittag heiß sein, dann fahre ich sicher mit den größeren Scheiben. Die Scheiben funktionieren aber wie erwartet. Die größeren Scheiben verbessern die Rundenzeiten nicht, sie funktionieren aber besser, wenn man hinter einem Konkurrenten fährt."

Der Tenor innerhalb des Fahrerfeldes ist jedoch eindeutig: Wirklich gebraucht werden die Bremsscheiben vermutlich erst ab dem kommenden Rennen in Barcelona. Trotzdem wird es am Samstag sicher den ein oder anderen Fahrer geben, der das neue Material zumindest einmal ausprobieren wird.

Fotoquelle: Repsol Media

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