Valentino Rossi hat in 299 Rennen Sportgeschichte geschrieben

MotoGP 2014

— 01.06.2014

Phänomen Rossi: 299 Rennen und kein bisschen langsam

Valentino Rossi startet heute in Mugello seinen 300. Grand Prix - Auch nach 106 Siegen und neun WM-Titeln betreibt der Superstar den Sport mit Hingabe

Die gelbe Startnummer 46 von Valentino Rossi ist aus der Sportgeschichte nicht wegzudenken. Valentino Rossi hat den Motorradsport in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten maßgeblich geprägt und dazu beigetragen, dass die MotoGP unbekannte Popularität erreicht hat. Am 31. März 1996 stand der Italiener in Malaysia erstmals in der Startaufstellung der damaligen Achtelliterklasse. Heute, am 1. Juni 2014, wird der mittlerweile 35-Jährige seinen 300. Grand Prix in Angriff nehmen. Während andere Fahrer schon deutlich jünger ihren Helm an den Nagel gehängt haben, ist Rossi wie eh und je motiviert und vor allem auch schnell.

Die Zahlen (alle Klassen) sind beeindruckend: Von 299 Rennen hat Rossi 106 gewonnen. Bei 186 Grands Prix stand der charismatische Italiener auf dem Podest. Das Qualifying war dagegen nie seine Paradedisziplin, denn Rossi stand "nur" 59 Mal auf dem besten Startplatz. Das Rennen ist seine dafür seine Stärke, wie auch 88 schnellste Rennrunden und insgesamt neun WM-Titel unterstreichen. Rossi ist eine der ganz großen Sportpersönlichkeiten aller Zeiten.

Er wird nicht nur von viele Fans, sondern wird auch von den jüngeren Konkurrenten bewundert. "Wir haben schon oft talentierte Sportler gesehen", sagt Bradley Smith. "Motocross ist ein sehr körperlich anspruchsvoller Sport. Ricky Carmichael hat eine Ära dominiert, aber dann hat er entschieden, dass es reicht und er glücklich zurücktreten kann. Im Fußball sehen wir auch oft, dass der beste Spieler jung aufhört, und im Radsport auch."

"Fast 20 Jahre lang so konkurrenzfähig sein, so motiviert und hungrig zu bleiben, sich nicht zu verletzen - einer der Schlüsselfaktoren für einen Karriereverlauf -, das ist schon beeindruckend", zollt der Brite Tribut an Rossi. "Er war nicht nur erfolgreich, sondern er hat es auch verstanden, nicht zu stürzen und seine Risiken zu kalkulieren. Das ist einfach genial, man kann es nicht anders sagen! Ich könnte sicher keine 20 Jahre fahren. Ich würde es mir wünschen, aber ich glaube es nicht."

Aktuell beeindruckt Rossi mit seinem unbändigen Willen, Marquez auf der Strecke den Kampf anzusagen. Während andere Fahrer resignieren, arbeitet Rossi an seinem Fahrstil, feilt an technischen Details. Er könnte auch mit seiner Freundin am Strand liegen und die Sonne genießen, stattdessen rackert er, um Marquez Paroli bieten zu können. Das beeindruckt nach 299 Rennen viele Nachwuchsfahrer.

"So viel Risiko und Zeit und Hingabe zu investieren, das kann ich mir nicht vorstellen", gibt Smith im Alter von 23 Jahren und 136 Rennen zu. "Diese Qualifyings mit neuen Reifen, mit 35 Jahren, das ist es einfach nicht wert. Nach allem, was er schon erreicht hat, ist es das wirklich wert? Für ihn offenbar schon. Und dass er nach dem Ducati-Tief noch einmal zurückgekommen ist, ist auch sensationell."

"Ich schätze, das hat seine Karriere verlängert, weil er noch einmal zurückkommen und allen zeigen wollte, dass er es noch kann. Aber das hätte ihm auch egal sein können. Er hätte auch sagen können: 'Ich habe eine falsche Entscheidung getroffen, aber das war's.' Aber nicht er. Er ist zurückgekommen und hat allen noch einmal bewiesen, wie gut er ist. Ich habe keine Ahnung, wie er das immer wieder schafft."

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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