Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso blickt optimistisch in die Zukunft

MotoGP 2014

— 03.06.2014

Dovizioso: Große Hoffnungen für 2015 und 2016

Im kommenden Jahr darf eine grundlegend überarbeitete Desmosedici erwartet werden - Reifenwechsel zu Michelin eine weitere Chance für Ducati

Seit der Verpflichtung von Luigi Dall'Igna hat Ducati erkennbare Fortschritte erzielt. Die Italiener konnten den Abstand zu Honda und Yamaha etwas verkürzen und beim zweiten Rennen der Saison nach eineinhalb Jahren Pause endlich wieder aufs MotoGP-Podium fahren. Parallel arbeite Dall'Igna momentan bereits an der GP15, die sein erstes Motorrad für Ducati sein wird. Die GP14 unterscheidet sich nur in Details vom Vorgängermodell. Über den Winter reichte die Zeit nicht aus, um ein komplett neues Motorrad zu entwickeln.

Werkspilot Andrea Dovizioso lobt die Fortschritte bei Ducati und die Arbeit von Ducati-Corse-Chef Dall'Igna: "Ich bin mit seiner Arbeit sehr zufrieden. An den Rennwochenenden gibt es nun eine andere Herangehensweise. Und auch die Entwicklung des Motorrads im Werk wird nun anders angegangen", schildert "Dovi" gegenüber 'MotoGP.com'. Der Italiener blickt optimistisch in die Zukunft: "Das Motorrad wird in der kommenden Saison weiter verbessert."

Mit Dall'Igna entschied sich Ducati für einen kreativen Kopf. "Er ist ein Ingenieur und möchte bei jedem Rennen und Test anwesend sein. Er möchte jeden Kommentar eines Fahrers mitbekommen", schildert Dovizioso. "Ich freue mich, dass Gigi in wenigen Monaten unsere Performance verbessern konnte, obwohl er nicht die nötige Zeit hatte, um ein neues Motorrad zu bauen. Es schenkt mir Zuversicht für die kommende Saison, auch wenn man nie etwas sagen kann, bevor man das Motorrad nicht gefahren ist."

In Mugello erhielten die Ducati-Werkspiloten eine neue Ausbaustufe des V4-Motors. Eine sanftere Leistungsabgabe wurde angestrebt, da mangelnde Spitzenleistung momentan kein Problem ist. In Mugello waren es in der Regel die Ducati-Piloten, die in den Top-Speed-Wertungen ganz oben standen. Knapp 350 km/h wurden erreicht. Neben der Leistungsentfaltung dürfte Dall'Igna auch am Einlenkverhalten der Desmosedici tüfteln. Nach wie vor klagen die Ducati-Piloten über das Verhalten am Kurveneingang und mangelnde Kurvengeschwindigkeiten.

Eine große Chance ist der anstehende Reifen-Wechsel von Bridgestone zu Michelin, der die Kräfteverhältnisse in der MotoGP durcheinander bringen dürft. "Die Bridgestone-Reifen haben eine harte und steife Karkasse. Das ist bei den Reifen der Konkurrenz anders. Man wird das Motorrad wohl stark modifizieren müssen, um sich daran anzupassen", prognostiziert "Dovi". "Das war beim Wechsel von Michelin zu Bridgestone bereits der Fall. Es ist offen, ob das ein Vorteil oder ein Nachteil sein wird. Ich denke, es könnte für die Hersteller mit Rückstand ein Vorteil sein."

Fotoquelle: Ducati

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