Ducati-Pilot Andrea Iannone ärgerte die Favoriten in der Anfangsphase

MotoGP 2014

— 04.06.2014

Harter Hinterreifen kommt in Mugello nicht zum Einsatz

MotoGP-Reifenausrüster Bridgestone freut sich, dass sowohl die mittlere als auch die weiche Mischung das Rennen in Mugello überstehen

Beim sechsten Grand Prix der Saison 2014 musste Reifenlieferant Bridgestone eine der größten Herausforderungen des Jahres meistern. Mugello verlangt den Pneus einiges ab. Schnelle Kurven, die wohl härteste Bremszone der Saison und ein breites mögliches Temperaturfenster erschweren Bridgestone Jahr für Jahr die Vorbereitung auf den Grand Prix von Italien. In diesem Jahr stellten die Japaner den Factory-Piloten den mittleren und harten Hinterreifen zur Verfügung, die Open-Piloten erhielten den weichen und mittleren Hinterreifen.

Bei den Factory-Piloten herrschte Einigkeit was die Reifenwahl fürs Rennen anging: Alle Fahrer entschieden sich für den mittleren Pneu. Bei den Open-Bikes sah man sowohl den weichen als auch den mittleren Hinterreifen, was Bridgestone-Motorsport-Entwicklungs-Chef Masao Azuma freut. Der Japaner begrüßte die Tatsache, dass der weiche Hinterreifen den Belastungen standhielt und in den ersten Runden für Überraschungen sorgte.

Dass die Factory-Piloten den harten Hinterreifen nicht verwenden, kann Azuma gut verstehen: "Da der mittlere Hinterreifen in einem sehr breiten Temperaturfenster funktionierte, verwendete kein Fahrer in Mugello den harten Hinterreifen. Der harte 2014er-Hinterreifen verfügt im Vergleich zur 2013er-Version über mehr Haftung auf der Flanke, doch der mittlere funktionierte bei den Factory-Piloten noch besser", begründet der Bridgestone-Reifenexperte.

"Bei den Longruns konnten sich die Fahrer von der Haltbarkeit des mittleren Reifens überzeugen", fügt Azuma hinzu, der den harten Pneu bei höheren Temperaturen empfohlen hätte: "Die Streckentemperatur betrug etwa 45 Grad. Wenn die Streckentemperatur auf 55 Grad angestiegen wäre, was in Mugello passieren kann, dann hätten einige Fahrer den harten Reifen im Rennen verwendet, glaube ich."

"Es war interessant, dass Iannone den weichen Hinterreifen auswählte. In Le Mans wählte er ebenfalls den weichen Hinterreifen aus, stürzte aber ziemlich zeitig. Wir konnten das Potenzial des Reifens also nicht sehen. Dieses Mal entschieden sich Iannone, Pirro und Hernandez für den weichen Hinterreifen und fuhren in die Top 10", berichtet Azuma. "Zu Beginn des Rennens war Iannone sehr konkurrenzfähig. Es scheint, als ob der weiche Hinterreifen die richtige Wahl für ihn war."

"Die nachlassende Haftung war vorhersehbar. Gegen Rennende ließ der weiche Reifen vermutlich etwas mehr nach als der mittlere, doch die Vorteile beim Start entschädigten für diesen Nachteil", schildert der Bridgestone-Reifenexperte zufrieden.

Fotoquelle: Repsol

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