Freddie Spencer ist von der Lesitung seines "Nachfolgers" Marc Marquez begeistert

MotoGP 2014

— 05.06.2014

Spencer über Marquez: "Siegesserie überrascht mich nicht"

Ex-Weltmeister Freddie Spencer ist von der Dominanz von Marc Marquez nicht überrascht und glaubt, dass der Spanier alle Rennen der Saison 2014 gewinnen kann

Freddie Spencer, einst jüngster Weltmeister in der Königsklasse aller Zeiten, ist von der aktuellen Siegesserie von Überflieger Marc Marquez nicht überrascht. Der US-Amerikaner war 1983 im Alter von 21 Jahren und 258 Tagen der jüngste 500er-Weltmeister geworden. Diese Bestmarke hatte 30 Jahre Bestand, ehe sich Marquez im vergangenen Jahr mit nur 20 Jahren und 266 Tagen zum jüngsten MotoGP-Champion krönte.

"Er hat ganz offensichtlich ein unglaubliches Talent und was er gemacht hat, ist absolut spektakulär", sagt Spencer gegenüber 'MCN' und ergänzt: "Es überraschst mich nicht, was er gerade tut, und es ist toll, ihm dabei zuzusehen." In der bisherigen Saison 2014 konnte Marquez alle sechs Rennen gewinnen und sicherte sich zusätzlich alle sechs Pole-Positions.

"Man kann in jeder Session sehen, dass er noch schneller wird und sich noch wohler fühlt. So einen Fahrer gibt es nur einmal in einer Generation", erklärt ein begeisterter Spencer und fügt hinzu: "Er versteht komplett, dass er das Motorrad in eine Position bringen muss, aus der heraus er beschleunigen kann. Hier geht es nur um Zentimeter, um den Scheitelpunkt der Kurve richtig zu erwischen, an dem man das Motorrad wieder herumdreht und dadurch früher als alle anderen beschleunigen kann."

"Das ist sein größter Vorteil. Es kommt auf Gefühl und Vertrauen an. Er bringt das Motorrad in eine Position, in der er beschleunigen kann, und das ist beeindruckend. Die Leute sprechen über all die Elektronik, die den Fahrern hilft, aber man braucht trotzdem noch immer eine unglaubliche Fähigkeit zu antizipieren, was passieren wird. Das erfordert eine gewisse Gabe und die hat Marc."

Der US-Amerikaner hebt außerdem die Fähigkeit des Spaniers hervor, Stürze im letzten Moment noch zu verhindern. Dadurch kann Marquez sich regelmäßig am Limit bewegen, ohne dabei einen Unfall zu riskieren. Spencer erklärt: "Es gibt gewisse Fahrer, die diese Fähigkeit zur Antizipation haben. Sie verstehen so gut, was passieren wird, dass sie es ganz einfach aussehen lassen, es zu verhindern."

"Im vergangenen Jahr hatte er im Training einige Stürze, während er nach seiner Komfortzone suchte. Aber dieses Jahr hat er daraus gelernt und das sieht man bei allen großartigen Fahrern. Sie können das Level anheben und die Fehler minimieren." Außerdem hat Marquez mit der Honda RC213V aktuell das wohl beste Motorrad im MotoGP-Feld.

In Mugello konnte er sich zuletzt dank der besseren Höchstgeschwindigkeit gegenüber Jorge Lorenzos Yamaha den Sieg sichern. Ist Marquez momentan also wirklich unschlagbar und kann möglicherweise alle 18 Saisonrennen gewinnen? "Wenn er anfängt, darüber nachzudenken, dann wird er es wahrscheinlich nicht schaffen. Aber alles ist möglich", so Spencer.

"Er hat auch die richtige Einstellung, wenn man sich anschaut, wie er all diese Rennen in Serie gewinnt", sagt "Fast Freddie" weiter und fügt abschließend hinzu: "Er macht es genau richtig und denkt immer nur von einer Sitzung zur nächsten. Wenn man anfängt, zu weit im Voraus zu denken, dann passieren Fehler. Das versteht er."

Fotoquelle: Alpinestars

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