Stefan Bradl schließt Suzuki als Alternative für die nächste MotoGP-Saison nicht aus

MotoGP 2014

— 05.06.2014

Bradl: Marquez hat MotoGP "auf neues Level gesetzt"

Stefan Bradl bestätigt lockere Gespräche mit Suzuki und staunt über die Leistungen von Marc Marquez, von dem er versucht, sich etwas abzuschauen

Nach dem schwierigen Rennwochenende mit mehreren Stürzen und letztendlich dem Ausfall in Mugello befürchtet Stefan Bradl, das der erste Podestplatz der MotoGP-Saison 2014 derzeit etwas weiter weg ist, als das in der Vergangenheit schon mal der Fall war. Das sei "nicht nur" wegen Seriensieger Marc Marquez der Fall, "aber die ganze MotoGP hat sich ein bisschen dahin entwickelt, dass die Werksfahrer stärker sind als der Rest", sagt er. Daher sei es "extrem schwierig, ums Podium mitzureden. Für mich gilt es einfach, konstant unter den ersten Fünf zu sein."

Was Honda-Star Marquez anders macht als alle anderen, weiß Bradl nicht genau: "Das ist auch für uns schwierig zu beantworten. Er hat einfach extrem viel Selbstvertrauen. Bei ihm sieht es so locker aus, alles macht Spaß bei ihm. Er hat momentan einfach einen extremen Höhenflug und meiner Meinung nach hat er die MotoGP auf ein neues Level gesetzt. Was der hier demonstriert, das ist schon phänomenal", lobt er den Spanier im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Und während viele die Ansicht vertreten, dass Marquez und Honda eine perfekte Symbiose darstellen, die nur in dieser Kombination so außergewöhnlich funktionieren kann, glaubt Bradl, dass der Seriensieger auch mit anderen Motorrädern gewinnen würde: "Ich denke, dass er das Motorrad schon so hinkriegen würde. Ein Talent wie ihn gibt's nur alle 20 Jahre mal. Das ist brutal. Er hat einfach irgendwas, was ihn momentan zum besten Motorradfahrer macht."

Da ist es nur naheliegend, dass sich der LCR-Satellitenfahrer vom Honda-Werkspiloten auch dann und wann etwas abzuschauen versucht. Dafür ist sich bekanntlich nicht einmal Valentino Rossi zu schade. "Man orientiert sich am Besten, das ist klar", gesteht Bradl. "Der sitzt mehr oder weniger auf dem gleichen Motorrad wie ich, deshalb ist er ein guter Orientierungspunkt. Aber das auf der Strecke umzusetzen, ist dann doch nicht so einfach."

Wie es mit ihm selbst 2015 weitergeht, weiß der 24-Jährige übrigens noch nicht. Dass er bei Honda oder Yamaha einen Werksvertrag ergattern könnte, gilt als höchst unwahrscheinlich, sodass ein Verbleib bei LCR wohl eine der attraktiveren Möglichkeiten wäre. Außerdem kehrt mit Suzuki ein großes Werk in die MotoGP zurück. Bradl schließt das als Alternative nicht aus: "Wir reden miteinander." Aber: "Das heißt noch lange nicht, dass man sich über Details unterhält."

Allzu rasch erwartet er jedenfalls keine definitive Entscheidung über seine Zukunft: "Bis ich was Endgültiges sagen kann, wird es noch dauern." Übrigens: Das komplette Interview mit Stefan Bradl (in dem er auch über das Verhältnis zu seinem Vater und die Millionengagen der Formel-1-Stars spricht, in deren Schatten er in Deutschland steht) können Sie morgen (Freitag) in voller Länge auf 'Motorsport-Total.com' nachlesen.

Fotoquelle: LCR-Honda

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